Trend 2024 KI im Gesundheitswesen: Potenziale optimieren, Risiken minimieren

Ein Gastbeitrag von Subhro Malik 6 min Lesedauer

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Das Gesundheitswesen und die Biowissenschaften werden zu den Gewinnern beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) gehören – so ist zumindest die Erwartung.

Außerhalb der klinischen Arbeit unterstützt KI auch bei der Analyse von Daten.(©  ismagilov, Getty Images via Canva.com)
Außerhalb der klinischen Arbeit unterstützt KI auch bei der Analyse von Daten.
(© ismagilov, Getty Images via Canva.com)

Statista schätzt, dass der Markt für KI im Gesundheitswesen bis 2030 weltweit ein Volumen von 187,95 Milliarden US-Dollar erreicht. Für Europa, das mit Herausforderungen wie einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung und dem Rückgang des Gesundheitspersonals zu kämpfen hat, sind dies positive Aussichten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Zahl, der über 60-Jährigen bis 2030 auf 247 Millionen und bis 2050 auf über 300 Millionen ansteigen wird. Dies hat Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, aber auch auf die Stadtplanung, den Wohnungsbau und den Verkehr. Das Europäische Parlament schätzt, dass bis 2030 4,1 Millionen Menschen im Gesundheitswesen fehlen werden. Dies setzt sich zusammen aus 0,6 Millionen Ärzten, 2,3 Millionen Krankenschwestern und 1,3 Millionen anderen Gesundheitsfachkräften.

KI ist reif für den Einsatz im europäischen Gesundheitssystem – nicht nur, um diese Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch, damit das Gesundheitswesen das enorme Potenzial der KI insgesamt nutzt. Die Ergebnisse einer Studie von MedTech Europe und Deloitte zeigen, dass KI zu erheblichen positiven Ergebnissen für die Gesundheitssysteme führen könnte. Zu den potenziellen Vorteilen von KI gehören nicht nur 400.000 gerettete Leben pro Jahr, sondern auch jährliche Einsparungen in Höhe von 200 Milliarden Euro. KI kann jährlich etwa 1,8 Milliarden Arbeitsstunden freisetzen – das entspricht 500.000 zusätzlich eingestellten Vollzeitkräften im Gesundheitswesen, die allerdings momentan nicht verfügbar sind.

KI unterstützt klinische Arbeit

Nahezu jede Lücke in der Biowissenschaft ist eine Chance für den Einsatz von KI. In Bereichen wie der Patientenaufnahme, der Arzneimittelforschung und -prüfung sowie der Globalisierung von Studien gibt es ein enormes Potenzial für den Einsatz von KI.

Der Prozess der Arzneimittelforschung und -entwicklung ist in der Regel sehr zeitaufwändig. Durch KI-Automatisierung lässt sich die Testphase jedoch deutlich beschleunigen. Das Ergebnis ist eine schnellere Markteinführung von Arzneimitteln. Der Einsatz von KI-Algorithmen sorgt für eine schnellere Analyse von Daten aus großen Gruppen und hilft, Trends und Designs zu erkennen.

In ähnlicher Weise beschleunigen Machine Learning (ML)-Algorithmen die Entwicklung von Medikamenten: Sie analysieren riesige Mengen genomischer Krankheitsdaten, um mögliche Angriffspunkte für Medikamente zu finden. Diese sagen nicht nur die Wirksamkeit von Medikamenten vorher, sondern verbessern diese außerdem.

Darüber hinaus sind KI und ML auch in der Lage, die Wirksamkeit potenzieller medikamentöser Behandlungen für bestimmte Patientengruppen, zum Beispiel mit geschwächtem Immunsystem, vorherzusagen.

Auf der nächsten Seite: Potenzial bei der Datenanalyse.

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