Telematikinfrastruktur Nutzungszahlen des E-Rezepts steigen stark

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

Seit Jahresbeginn dürfen Hausärzte Rezepte – bis auf wenige Ausnahmen – nur noch in elektronischer Form ausstellen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten werden beinahe täglich neue Meilensteine in der Verbreitung, Akzeptanz und Nutzung erreicht.

Noch während der Sprechstunde das Rezept digital signieren und verordnete Medikamente in Echtzeit online bestellen. Dank E-Rezept ist dies keine Zukunftsmusik mehr. (©  tippapatt - stock.adobe.com)
Noch während der Sprechstunde das Rezept digital signieren und verordnete Medikamente in Echtzeit online bestellen. Dank E-Rezept ist dies keine Zukunftsmusik mehr.
(© tippapatt - stock.adobe.com)

Das E-Rezept könnte eine Erfolgsstory werden. Obwohl das neue Jahr 2024 erst wenige Tage alt ist, wurden bereits 7 Millionen E-Rezepte erfolgreich eingelöst. Damit steigt die Gesamtzahl auf knapp 26 Millionen E-Rezepte. Die jeweils aktuellen Zahlen rund um die Telematikinfrastruktur sowie das E-Rezept lassen sich über ein Dashboard, welches von der gematik bereitgestellt wird, taggenau ablesen.

Bezüglich des Einlösewegs der E-Rezepte lässt sich feststellen, dass die Gesundheitskarte aktuell am häufigsten genutzt wird. Auf Platz zwei rangiert der physische Ausdruck und verweist damit die E-Rezept-App an das Ende der Beliebtheitsskala. Appstore-übergreifend wurde die mobile Applikation der gematik etwas mehr als eine Million Mal heruntergeladen.

Künftig soll der Fokus vermehrt auf die sogenannte Komfortsignatur gelegt werden. Darunter versteht man das Signieren von E-Rezepten vom Behandlungszimmer aus und damit einhergehend die theoretische Möglichkeit, das Rezept in Echtzeit zu erhalten und direkt einlösen zu können.

Hinsichtlich Folgerezepten können Ärztinnen und Ärzte spezielle Aufgaben- oder Signaturlisten erstellen und diese mehrfach täglich prüfen und signieren. Erst nach erfolgter Signatur sind diese E-Rezepte in Apotheken abrufbar. Dadurch können Überdosierungen und Medikamentenmissbrauch einerseits eingedämmt und die Anzahl der Praxisaufenthalte pro Patientin und Patient signifikant reduziert werden.

Medizinische Gerätschaften, Rehabilitationsmaßnahmen oder orthopädische Hilfsmittel hingegen können bislang noch nicht via E-Rezept verschrieben werden. In iterativen Schritten sollen allerdings auch diese Leistungen ins Spektrum des E-Rezepts aufgenommen werden. Ein Zeitplan hierzu ist noch nicht kommuniziert worden.

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