Barmer-Pflegereport Online-Portal für freie Pflegeheimplätze in Sachsen-Anhalt

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Mit einem höheren Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit. Das Suchen und Finden von freien Pflegeheimplätzen stellt dabei eine große Herausforderung dar. Sachsen-Anhalt fordert deshalb ein Online-Portal wie den „Heimfinder", um Betroffenen die Suche zu erleichtern.

Das Suchen und Finden von freien Pflegeplätzen gestaltet sich bisher schwierig. Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen-Anhalt fordert daher mehr Transparenz. (© Seventyfour – stock.adobe.com)
Das Suchen und Finden von freien Pflegeplätzen gestaltet sich bisher schwierig. Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen-Anhalt fordert daher mehr Transparenz.
(© Seventyfour – stock.adobe.com)

Mit der Überlastung von Pflegefachkräften kommt ein weiteres Problem: Das Finden von freien Pflegeheimplätzen wird immer schwieriger. Allein das Suchen nach einem geeigneten Platz kann zu längeren Krankenhausaufenthalten führen. Denn Angehörige können die Pflege nicht immer übernehmen. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das viele Bundesländer zu lösen versuchen. Wie schon in Thüringen fordert nun auch Sachsen-Anhalt einen einfachen Weg, um Bedürftige zu unterstützen. Mit dem Entlassmanagement helfen Krankenhäuser bereits, indem sie in der Regel zahlreiche Pflegeanbieter anrufen, um nach deren Kapazitäten zu fragen. Doch das sollte zu Zeiten der Digitalisierung auch effizienter gehen. Nordrhein-Westfalen macht es mit dem „Heimfinder“ bereits vor: Die Online-Plattform ist tagesaktuell und hilft bei der Suche nach freien Kurzzeit- und Dauerpflegeplätzen.

„Wenn Menschen nach dem Krankenhaus pflegebedürftig werden, ist das ein riesiger Einschnitt für sie selbst und ihre Angehörigen. Alle Beteiligten werden damit vor neue Herausforderungen gestellt, die als umso größer empfunden werden, wenn die anschließende Versorgung nicht optimal funktioniert“, so Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen-Anhalt. Weiter sagte er, dass Menschen, die im Zuge des Krankenhausaufenthalts als pflegebedürftig eingestuft werden, im Durchschnitt elf Tage in der Klinik verbringen. Das sind vier Tage länger als Nicht-Pflegebedürftige notwendig haben. Das läge insbesondere an der Schwere der Erkrankung. Überproportional häufig gelte das laut Statistik für Menschen über 85 Jahren. Denn da sei die Wahrscheinlichkeit fast dreimal so hoch zum Pflegefall zu werden wie für 75- bis 84-Jährige. Das Risiko für jüngere Altersgruppen beträgt dagegen nur ein Zwanzigstel. Inwieweit sich für Betroffene ein langer Klinik-Aufenthalt ersparen lässt, sei fraglich. Deshalb ist es notwendig eine effiziente Lösung zu schaffen, um auch Betroffene zu entlasten: „Derzeit ist der Aufwand, freie Pflegeplätze ausfindig zu machen, für alle Beteiligten unnötig hoch, denn es fehlt in Sachsen-Anhalt an belastbaren Informationen über freie Pflegeheimkapazitäten. Um Transparenz über die verfügbaren Plätze zu schaffen, müssen Berichts- und Monitoringformate ausgebaut werden“, sagt Barmer-Landeschef Wiedemann.

Die Forderung von Barmer nach einem landeseigenes Online-Portal zum Suchen und Finden freier Pflegeheimplätze, wie dem „Heimfinder“ stellt einen Ansatz dar, die am Ende Effizienz und Erleichterung verspricht: Die Online-Plattform ist tagesaktuell und bietet eine klare Übersicht, um freie Kurzzeit- und Dauerpflegeplätzen zu finden.

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