Weniger Facharzttermine Privatversicherung für Facharzt? Ministerium dagegen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Krankenkassen-Chef der ikk Innovationskasse war für eine politische Veränderung, um Vergabetermine bei Fachärzten zu reduzieren. Dabei sollte in Zukunft eine zusätzliche Privatversicherung auf freiwilliger Basis von Nöten sein, in der die GKV Behandlungskosten unter 2.000 Euro nicht mehr übernehme. Das Bundesgesundheitsministerium lehnt diesen Vorschlag entschieden ab.

Zu viele Facharzttermine, zu wenig Fachärzte und auch die Gesetzlichen Krankenkassen fühlen sich zum Teil überlastet. (© Nomad_Soul – stock.adobe.com)
Zu viele Facharzttermine, zu wenig Fachärzte und auch die Gesetzlichen Krankenkassen fühlen sich zum Teil überlastet.
(© Nomad_Soul – stock.adobe.com)

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Vorstoß des Chefs der ikk Innovationskasse, Ralf Hermes, für eine freiwillige private Krankenversicherung für Behandlungen beim Facharzt zurückgewiesen. Dieser Vorschlag stehe für das Bundesgesundheitsministerium nicht zur Debatte, sagte ein Sprecher vor Journalisten in Berlin.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor über die Idee des Krankenkassen-Chefs berichtet. Dieser schlägt demnach vor, dass gesetzlich Versicherte für Facharzt-Behandlungen freiwillig eine zusätzliche private Versicherung abschließen könnten. „Der Versicherte wählt eine fachärztliche Versorgung bis zu einem Selbstbehalt von 2000 Euro. Bis zu dieser Grenze übernimmt die gesetzliche Versicherung keine Behandlungskosten.“

Als Belohnung könnte ihm seine Kasse dafür einen Bonus von 600 Euro auszahlen, den er in eine private Zusatzversicherung für Facharzttermine investiert, bei denen er dann wie ein Privatpatient behandelt wird. „Das würde die Zahl der unnötigen Facharzt-Besuche reduzieren.“ Bisher könnten gesetzlich Versicherte so oft sie wollen zum Arzt – „bis die Gesundheitskarte glüht. Wir können uns dieses Flatrate-Modell nicht mehr leisten“, zitiert „Bild“ den Kassenchef.

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