Elektronische Patientenakte Pünktlicher Start der ePA in Berlin unsicher

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Gesundheitsdaten wie Befunde, Laborwerte und Medikamente können Versicherte künftig mit der elektronischen Patientenakte digital parat haben. In Berlin könnte sich der Start zum Teil verzögern.

Die Gematik und ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums teilten zuletzt mit, dass die Pilotphase in den Modellregionen nach Plan verliefe. (© DOC RABE Media – stock.adobe.com)
Die Gematik und ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums teilten zuletzt mit, dass die Pilotphase in den Modellregionen nach Plan verliefe.
(© DOC RABE Media – stock.adobe.com)

Der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) in Berlin könnte sich in einigen Arztpraxen verzögern. Grund dafür sind Herausforderungen bei der Software-Umstellung und der Datensicherheit, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin auf Anfrage mitteilte. Außerdem gebe es in Praxen noch Unsicherheiten in Bezug auf die praktische Nutzung im Arbeitsalltag.

„Ob alle Berliner Praxen bis Ende März bzw. Anfang April flächendeckend einsatzbereit sein werden, hängt letztlich von diesen Faktoren ab“, so der Sprecher.

Krankenkassen haben ePA eingerichtet

Seit 15. Januar bekommen schrittweise alle Kassenpatienten in Deutschland eine ePA – außer, man lehnt es ab. Der konkrete Einsatz in Praxen, Kliniken und Apotheken wird zunächst in drei Modellregionen getestet. Der bundesweite Einsatz soll dann starten, sobald das System in den Regionen stabil läuft. Zuletzt war von März oder April die Rede.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Anlage für alle Versicherte, die nicht widersprochen haben, abgeschlossen, wie die mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik kürzlich mitteilte.

Nur wenige widersprechen

Die Widerspruchsquoten sind niedrig. Von den 710.000 AOK-Versicherten in Berlin legten bis Mitte Februar rund 3 Prozent Widerspruch ein (rund 21.000 Versicherte), wie die Krankenkasse kürzlich mitteilte. Andere Krankenkassen nannten nur bundesweite Quoten. Bei der Techniker Krankenkasse etwa hatten bis Mitte Februar 7 Prozent der Versicherten widersprochen, bei der DAK knapp 4 Prozent, bei der Barmer 5,4 Prozent, wie die jeweiligen Pressesprecher mitteilten.

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