Telematikinfrastruktur Telekom bringt TI-Gateway-Zugang als Service

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit TI-Connect bietet die Deutsche Telekom Gesundheitseinrichtungen einen zentralisierten Zugang zur Telematikinfrastruktur, also ohne lokalen Hardware-Konnektor. Das Angebot soll den Betrieb vor Ort vereinfachen und zugleich den Übergang zur TI 2.0 vereinfachen.

Der VPN-basierte Dienst „TI-Connect“ der Deutschen Telekom soll vor allem kleineren Akteuren im Gesundheitswesen eine unkomplizierte Anbindung an die Telematik-Infrastruktur ermöglichen.(Bild:  Deutsche Telekom)
Der VPN-basierte Dienst „TI-Connect“ der Deutschen Telekom soll vor allem kleineren Akteuren im Gesundheitswesen eine unkomplizierte Anbindung an die Telematik-Infrastruktur ermöglichen.
(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat mit TI-Connect einen neuen Zugangsweg zur Telematikinfrastruktur gestartet. Das Angebot richtet sich an Arztpraxen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Apotheken sowie künftig an weitere Leistungserbringer wie Labore, Hebammen oder Sanitätshäuser. Der Fokus liegt demnach auf der niederschwelligen Anbindung vor allem kleinerer Akteure. Größere Häuser können die Anbindung laut Telekom auch weiterhin eigenständig vornehmen.

Kerngedanke ist die Verlagerung der technischen Komponenten aus den Einrichtungen ins Rechenzentrum: Statt über einen lokalen Konnektor verbinden sich die Institutionen über einen gesicherten VPN-Zugang mit einem TI-Gateway im Rechenzentrum der Telekom. Dort stehen zentral verwaltete Hoch­geschwin­dig­keits­konnek­toren bereit, die redundant ausgelegt sind und permanent aktualisiert werden. Software-Updates, Upgrades oder Konfigurationsanpassungen erfolgen damit ohne Eingriff vor Ort.

Weniger Hardware, mehr Flexibilität

Für die angeschlossenen Einrichtungen entfällt somit die Wartung lokaler Geräte. Die Telekom verspricht zudem eine höhere Geschwindigkeit des Zugangs sowie einen durchgängig aktuellen Stand der Komponenten. „TI-Connect ermöglicht es Gesundheitsakteuren, sich auf ihre Patientinnen und Patienten zu konzentrieren statt auf Updates und Gerätewartung“, erklärt Gottfried Ludewig, Leiter Public Sector und Health bei der Deutschen Telekom.

Das Angebot umfasst neben dem TI-Anschluss auch KIM (Kommunikation im Medizinwesen) sowie Karten und Kartenlesegeräte aus einer Hand. Eine Mobile-Office-Option erlaubt den Zugriff auf die Telematikinfrastruktur auch von unterwegs oder aus dem Homeoffice, was insbesondere für Bereitschaftsdienste oder administrative Tätigkeiten relevant sein dürfte.

Vorbereitung auf TI 2.0

Mit TI-Connect positioniert sich die Telekom zugleich für den laufenden Umbau zur TI 2.0. Diese sieht langfristig den Ersatz von Hardware-Konnektoren durch TI-Gateways vor, die als Service über das Internet bereitgestellt werden. Digitale Identitäten sollen perspektivisch die bisherigen Chipkarten ablösen, eine Zero-Trust-Architektur die Sicherheit erhöhen.

Der Übergang zur TI 2.0 erfolgt schrittweise. Erste Anwendungen wie VSDM 2.0 werden Mitte 2026 umgestellt, weitere Dienste folgen bis 2028. Die alte Sicherheitsarchitektur soll bis Ende Oktober 2028 abgeschaltet werden. TI-Connect bildet in diesem Kontext eine Übergangslösung, die heutige Anforderungen erfüllt und zugleich auf die künftige Infrastruktur vorbereitet.

Die Telekom wird das Angebot auf der DMEA vom 21. bis 23. April 2026, Halle 3.2, Stand A-103, in Berlin präsentieren. Am Vortag der Messe veranstaltet das Unternehmen zudem den vierten Future Health Day mit Vertretern aus Wirtschaft, Krankenversicherungen und Politik. Dort werden auch wir als Redaktion vertreten sein.

(ID:50770029)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung