Gematik TI-Modellregion Franken startet in die Pilotphase

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Wie einfach ist die TI-Nutzung? In der Modellregion Franken hat die Basispilotierung begonnen, untersucht wird die Nutzung mehrerer TI-Komponenten. Die Ergebnisse sollen auch in die Verbesserung der Dienste einfließen.

Mit Kick-off-Terminen zu den einzelnen TI-Anwendungen ist die Basispilotierung in der TI-Modellregion im März angelaufen. (© Toowongsa – stock.adobe.com)
Mit Kick-off-Terminen zu den einzelnen TI-Anwendungen ist die Basispilotierung in der TI-Modellregion im März angelaufen.
(© Toowongsa – stock.adobe.com)

Die Region Mittel-, Ober- und Unterfranken ist nach Hamburg die zweite Modellregion für digitale Gesundheit. Mehr als 100 Akteure haben sich hier vernetzt: Krankenhäuser, über 90 Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken, Gesundheitsamt, Pflegeeinrichtungen, Rettungsdienst, Psychotherapeuten und weitere Leistungserbringer. Über 80 dieser Einrichtungen nehmen nun an der Basispilotierung teil. Dabei werden keine komplett neuen Dienste erprobt, sondern Anwendungen betrachtet, die bereits verbreitet sind, wie KIM, E-Rezept, die elektronische Patientenakte oder der Authenticator DEMIS/ TI-Score. Ziel ist es, Nutzererfahrungen zu begleiten, Hürden im Prozess zu erkennen und Akzeptanz der Anwendungen zu verbessern.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden uns helfen, die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger noch besser und digitaler zu gestalten.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach

So sollen etwa alternative Verfahren wie Komfortsignatur und Stapelsignatur oder die Varianten zum Einlösen des E-Rezepts verglichen und Mehrfachverordnungen erprobt werden. Die Tests zur ePA setzen bei der Identifikation und Ansprache geeigneter Patienten an. Auch die Nutzung im Behandlungskontext soll untersucht sowie später der Einsatz in der sektorenübergreifenden Versorgung erprobt werden. Für die teilnehmenden Einrichtungen sind Aufwandsentschädigungen vorgesehen.

TI – so einfach wie Smartphone-Nutzung?

Koordiniert wird die Arbeit in der Modellregion Franken durch ein Konsortium aus der Bayern Innovativ GmbH, dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg e. V. und der Monks – Ärzte im Netz GmbH. Die übergreifende Koordination der beiden Modellregionen liegt in der Hand der Gematik. Nach Abschluss der Pilotierung soll das IGES-Institut im Auftrag der Gematik eine wissenschaftliche Evaluation durchführen. Diese Evaluation sowie die Analyse der Fehler sollen zur Verbesserung der Produkte genutzt werden.

„Wir hoffen, dass mit unserem Feedback, im Rahmen der TI Modellregion Franken, die Telematik-Komponenten in Zukunft besser zusammen funktionieren und die einzelnen Servicepartner besser zusammenarbeiten“, so Zahnarzt Dr. Martin Lindner. Für das Team wie auch für die Patienten sei die komplexe Infrastruktur nicht leicht zu verstehen und zur Zeit eine Zusatzbelastung im Praxisalltag. Sein Wunsch: Zukünftig sollte alles so einfach und robust funktionieren „wie die Smartphones, die die meisten Menschen ganz selbstverständlich nutzen“.

Die Pilotierungspläne zu den einzelnen TI-Anwendungen wurden in den jeweiligen Kick-off-Meetings vorgestellt, die Links zu den Aufzeichnungen sowie weitere Termine sind auf der Website der Modellregion Franken hinterlegt. Die Durchführungsphase ist bis 20. Mai geplant, daran schließt sich die Evaluierung an und bis 5. Juni soll die Basispilotierung abgeschlossen sein.

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