Umfrage des ZVEI zur Digitalisierung Vernetzung? Ja, bitte!

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Eine stärkere Vernetzung von Geräten und IT-Systemen über alle Sektoren des Gesundheitssystems hinweg wird zu einer verbesserten Patientenversorgung führen – davon sind zwei Drittel des medizinischen Personals überzeugt.

Die Mehrheit will eine Vernetzung zwischen Medizintechnik und IT-Systemen.(©  Dall-E / KI-generiert)
Die Mehrheit will eine Vernetzung zwischen Medizintechnik und IT-Systemen.
(© Dall-E / KI-generiert)

Laut einer repräsentativen Umfrage des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI wünscht sich der Großteil des medizinischen Personals in Deutschland eine digitale, vernetzte Gesundheitsinfrastruktur. Rund 1.000 Erwerbstätige im Gesundheitswesen wurden dazu befragt.

Die weiteren Ergebnisse zeigen ebenfalls eine hohe Akzeptanz hinsichtlich der digitalen Transformation. Über die Hälfte der Befragten (54,9 Prozent) ist überzeugt, dass der durchgängige Datenaustausch zwischen Medizingeräten und IT-Systemen während des gesamten Diagnose- und Behandlungsprozesses eine Erleichterung ihrer Arbeit mit sich brächte. Aktuell nutzt etwa jeder Dritte der Befragten im Arbeitsalltag häufig medizinische IT-Anwendungen – wie etwa Informationssysteme für das Labor, in der Kardiologie oder in der Intensivmedizin. Rund drei Viertel dieser Nutzergruppe (74 Prozent) gaben an, dass die medizinische Patientenversorgung auch dadurch sehr erleichtert werde.

Hans-Peter Bursig, ZVEI-Bereichsleiter Gesundheit, zeigt sich angesichts der Umfrageergebnisse erfreut: „Es stimmt sehr positiv, dass die Anwenderinnen und Anwender aus ihrer praktischen Erfahrung heraus von dem Potenzial einer weiteren Vernetzung zwischen Medizintechnik und IT-Systemen für die Gesundheitsversorgung überzeugt sind und jetzt zügig eine Ausweitung erwarten.“ Nur mittels Digitalisierung könnten auch dem demografischen Wandel, der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie dem steigenden Fachkräftemangel begegnet und eine zukunftsfähige Versorgung auf gleichbleibend hohem Niveau gewährleistet werden.

Der Wille ist also da, bei der Umsetzung hapert es aber noch. Die Mehrheit (63 Prozent) der Befragten bewertet den aktuellen Stand der umfassend vernetzten Gesundheitsinfrastruktur mit „ausreichend“ bis „mangelhaft“. „Deshalb müssen wir jetzt den Fokus auf einen langfristigen, nachhaltigen Maßnahmenplan zur Förderung und Aufbau einer vernetzten Gesundheitsinfrastruktur legen und diesen mit Nachdruck voranbringen“, sagt Bursig und fordert Richtung Bundespolitik: „Die verschiedenen Digitalgesetze im Gesundheitsbereich müssen weiterentwickelt und praxistauglich umgesetzt werden.“ Es dürften keine juristischen Zweifel aufkommen, ob neue Anwendungen zulässig seien. „Nur dann können Hersteller und Anwender Investitionen sicher planen und neue datenbasierte Prozesse in der medizinischen Versorgung umsetzen.“ Wenig Bürokratie in der Anschaffung und Nutzung sowie eine leichte und möglichst interoperable Bedienung müssten das Ziel sein.

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