KI-assistierte Fusionsbiopsien der Prostata Vivantes-Kliniken: KI hilft bei der Krebserkennung

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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KI kann in MRT-Bildern krebsverdächtiges Gewebe markieren. Im Vivantes Klinikum Am Urban nutzen Urologen das Verfahren jetzt auch bei Biopsien.

Nach der EInführung im Klinikum Am Urban ist der Einsatz der KI-assistierten Fusionsbiopsie auch an den weiteren Vivantes-Standorten mit urologischen Abteilungen geplant.(© Vivantes/Ruths)
Nach der EInführung im Klinikum Am Urban ist der Einsatz der KI-assistierten Fusionsbiopsie auch an den weiteren Vivantes-Standorten mit urologischen Abteilungen geplant.
(© Vivantes/Ruths)

Eine KI-basierte Software, die bereits über 500 Mal im Rahmen von Studien eingesetzt wurde, ist jetzt in der Urologie des Vivantes Klinikums Am Urban für alle Patienten verfügbar. Konkret wird die Software für KI-assistierte MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsien der Prostata genutzt. Dabei wird zunächst ein MRT-Bild erstellt und in die KI-Anwendung geladen. Diese markiert verdächtiges Gewebe, bevor das Bild mit diesen Markierungen dann mit dem Ultraschall-Livebild fusioniert, also überlagert, wird. So kann der Urologe krebsverdächtiges Gewebe noch sicherer entnehmen. Zudem sind auch schnellere Analysen und im Fall einer Krebsdiagnose frühere Therapiestarts möglich.

„Künstliche Intelligenz ersetzt nicht die ärztliche Expertise. Aber sie macht Prozesse sicherer und schneller“, erläutert Prof. Dr. Ahmed Magheli, Chefarzt der Klinik für Urologie und Ärztlicher Direktor, Vivantes Klinikum Am Urban. In Bezug auf das Projekt sei besonders die Initiative von Oberarzt Dr. Karsten Günzel hervorzuheben. Dieser habe im Rahmen von Forschungsarbeiten den Qualitätsgewinn durch die Nutzung der Software bei den Biopsien nachweisen können und somit den Einsatz der KI-gestützten Bildauswertung von der Diagnostik auf die Intervention erweitert.

Demnächst soll die KI-Software auch an allen anderen Vivantes-Standorten mit urologischen Abteilungen zur Verfügung stehen. Vivantes hat für die KI in der Befundung von bildgebenden Untersuchungen eine spezielle Plattform installiert, um KI-basierte Entscheidungsunterstützung sukzessive in die klinische Versorgung zu bringen.

Das KI-Projekt wird als Teil des Krankenhauszukunftsgesetzes von der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von NextGenerationEU gefördert.

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