Definition Was bedeutet Pflege 4.0?

Von TropicText 2 min Lesedauer

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Zwischen Industrie 4.0 und Pflege 4.0 besteht eine enge Verbindung, da die Pflege mit digitalen Mitteln ergänzt wird. Im Mittelpunkt stehen pflegerische Dienstleistungen, die eng mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und eHealth verbunden sind.

Die mit dem Begriff Pflege 4.0 verbundene Digitalisierung und Technisierung soll eine menschlichere und bessere Versorgung Pflegebedürftiger ermöglichen.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Die mit dem Begriff Pflege 4.0 verbundene Digitalisierung und Technisierung soll eine menschlichere und bessere Versorgung Pflegebedürftiger ermöglichen.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Die Digitalisierung bietet dem Menschen in zahlreichen Bereichen enorme Vorteile. Diese lassen sich auch in der Pflege 4.0 beobachten. Im Kern geht es darum, die Pflege effizienter zu machen. Dies kommt nicht nur den Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftigen zugute, die dadurch im besten Fall eine erstklassige Versorgung erhalten, sondern erleichtert auch den Arbeitsalltag des Personals, des Unternehmens, der Organisation und anderer Beteiligten durch eine spürbare Entlastung. Hinzu kommt, dass die Pflege 4.0 eine individuellere Pflege ermöglichen soll, damit der Mensch als Individuum stets im Mittelpunkt steht.

Mehr menschliche Zuwendung dank Pflege 4.0

Wer einmal pflegebedürftig wird, egal ob kurzfristig oder dauerhaft, erkennt schnell, wie wichtig Menschlichkeit dabei ist. Durch einen hohen Druck durch den Arbeitgeber, die Zeit oder Personalmangel kann es hier leicht zu unerwünschten und nachhaltig problematischen Folgen kommen. Die Pflege 4.0 kann eine enorme Entlastung schaffen, sodass die Pflegekräfte mehr Zeit für den einzelnen Menschen haben. Diese kann dann zum Beispiel in Zuwendung, persönliche Fürsorge oder bessere Beratungen fließen.

Wichtige Technologien rund um die Pflege 4.0

Ohne digitale Mittel lässt sich die Pflege 4.0 nicht umsetzen. Die wohl sichtbarsten Mittel sind technische Geräte, die die Pflegekräfte bei ihrer Arbeit einsetzen oder rund um die pflegebedürftige Person zum Einsatz kommen. Dazu gehören nicht nur mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones, die die Mitarbeiter direkt bei sich tragen und in zahlreichen Situationen einsetzen, sondern auch moderne bzw. teils noch ungewöhnliche Technologien wie diese:

  • Hebelifte
  • Pflegeroboter
  • Sensoren für die Patientenüberwachung
  • Exoskelette für Pflegekräfte
  • Smart Home Technologien

Die Digitalisierung macht sich auch bei der Dokumentation und Kommunikation bemerkbar. Ob elektronische Patientenakte, digitaler Pflegeplan oder modernes Datenerfassungstool: Die Pflege 4.0 ist in immer mehr Bereichen zu spüren. Inzwischen kommt selbstverständlich auch der Künstlichen Intelligenz (KI oder AI) eine wachsende Bedeutung zu, da mit Hilfe dieser Tools enorme Verbesserungen zu erwarten sind. KI kann unter anderem Prognosen für Krankheitsverläufe erstellen, bei wichtigen Entscheidungen rund um die Pflege unterstützen oder verdeckte Muster bei der Pflege von Menschen erkennen.

Die wichtigsten Herausforderungen bei Pflege 4.0

Die Pflege 4.0 geht mit zahlreichen Chancen und wertvollen Möglichkeiten einher. Doch überall, wo technischer Fortschritt für nachweisliche Verbesserungen sorgt, lassen sich auch Herausforderungen und Risiken entdecken. Das ist bei der Pflege 4.0 leider nicht anders. Zu berücksichtigen ist hier vor allem der Datenschutz, da rund um die Pflege 4.0 enorme Datenmengen gesammelt werden. Hier müssen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser gezielt auf die Sicherheit der Daten achten und die Hilfe gut ausgebildeter Expertinnen und Experten in Anspruch nehmen.

Ein weiteres Problem liegt in der Schulung des Personals. Je technisch anspruchsvoller die Pflege wird, desto besser geschult müssen Pflegerinnen und Pfleger sein. Im Zeitalter des Fachkräftemangels kann es in dieser Hinsicht leicht zu Einschränkungen kommen. Nicht zuletzt kann die Überbetonung der Technik dazu führen, dass der Faktor „menschliche Zuwendung“ noch weiter an Bedeutung verliert, wenn Arbeitgeber nicht gezielt gegensteuern. Bei einer durchdachten Umstellung auf Pflege 4.0 mit professionell umgesetzten Feedback-Schleifen lassen sich viele Risiken vermeiden.

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