Digital Health Conference 2025 Wie digital wird unser Gesundheitssystem?

Von Johannes Kapfer 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Am 25. November 2025 trafen sich im KOSMOS Berlin Fachleute aus Politik, Medizin und Digitalwirtschaft, um sich über die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung auszutauschen. Die wichtigsten Themen und Schwerpunkte im Überblick.

Der Präsident des Bitkom, Ralf Wintergerst, begrüßte die Besucherinnen und Besucher der Digital Health Conference 2025 und sprach unter anderem über Vertrauen in das Gesundheitswesen.(Bild:  Bitkom)
Der Präsident des Bitkom, Ralf Wintergerst, begrüßte die Besucherinnen und Besucher der Digital Health Conference 2025 und sprach unter anderem über Vertrauen in das Gesundheitswesen.
(Bild: Bitkom)

Der Digitalverband Bitkom hatte Ende November zur Digital Healh Conference geladen. Dem Ruf waren über 1000 interessierte Fachbesucherinnen und Fachbesucher gefolgt.

Nach einer Begrüßung durch Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst eröffnete Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Konferenz mit ihrer Einschätzung zur politischen Lage. Sie sprach unter anderem darüber, wie der Standort Deutschland seine Exzellenz im medizinischen und pharmakologischen Sektor wiedererlangen kann. Ihre Erkenntnis: Digitalisierung muss als ergänzende Chance und weniger als Hindernis gesehen werden.

Danach ging es in über 30 Session auf drei Bühnen in die Tiefe. Sechs Themenbereiche bildeten das inhaltliche Gerüst der Veranstaltung.

Beim Oberthema Digital Patient Journey drehte sich alles um die Frage, wie Patientinnen und Patienten von digitalen Anwendungen im Alltag profitieren können. Von der Online-Terminbuchung über Videosprechstunden bis zur digitalen Nachsorge wurden vielfältige Beispiele genannt. Doch zwischen Machbarkeit und Realität klaffe oft eine Lücke – so der Tenor. Viele ältere Menschen würden sich schwer mit Apps und Online-Portalen anfreunden. Und nicht jede digitale Lösung spare tatsächlich Zeit oder verbessere gar die Behandlung. Die Sessions zeigten vielfach, dass Technik allein nicht ausreiche, sie muss auch wirklich nutzbar sein.

Digital Health Conference 2025
Bildergalerie mit 9 Bildern

Der Bereich „Health and Politics“ befasste sich mit den Rahmenbedingungen für digitale Gesundheit. Wer bezahlt die neuen Technologien? Wie müssen Gesetze angepasst werden? Welche Anreize brauchen Ärzte und Kliniken, um digitale Tools einzusetzen? In zahlreichen Diskussionsrunden wurde klar, dass viele gute Ideen an bürokratischen Hürden oder ungeklärten Finanzierungsfragen scheitern. Mehrere Sprecher forderten einfachere Zulassungsverfahren und klarere Vergütungsregeln.

Auch das Thema Cybersicherheit war angesichts der jüngsten Hackerangriffe auf Krankenhäuser ein Dauerbrenner auf der DHC. Wenn Kliniken lahmgelegt werden und Operationen verschoben werden müssen, werde deutlich, wie verwundbar die digitale Infrastruktur sei. Die Expertinnen und Experten sprachen über technische Schutzmaßnahmen, aber auch über das Grundproblem vieler Einrichtungen. Diese hätten weder das Personal noch das Geld für professionelle IT-Sicherheit. Gleichzeitig brauche es Standards für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen. Damit wurde ein Problem adressiert, welches seit Jahren ungelöst ist und immer wieder zu Diskussionen führt.

(ID:50671404)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung