World Mental Health Day Wie KI zur Verbesserung der Work-Life-Balance beitragen kann

Von Serina Sonsalla 3 min Lesedauer

Heute ist World Mental Health Day! Wie jedes Jahr am 10. Oktober wird an die Bedeutung der mentalen Gesundheit erinnert. Aus diesem Anlass zeigt nun eine aktuelle Coursera-Studie, dass Künstliche Intelligenz zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen kann.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) der befragten Mitarbeitenden in deutschen mittelständischen  Unternehmen ist der Meinung, dass ihr Unternehmen KI effektiv einsetzt. (© Рудой Максим – stock.adobe.com / KI-generiert)
Knapp die Hälfte (49 Prozent) der befragten Mitarbeitenden in deutschen mittelständischen Unternehmen ist der Meinung, dass ihr Unternehmen KI effektiv einsetzt.
(© Рудой Максим – stock.adobe.com / KI-generiert)

In diesem Jahr lautet das Motto „Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz“. Jedes Jahr am 10. Oktober macht die WHO gemeinsam mit ihren Partnern weltweit auf die psychische Gesundheit aufmerksam. Dieses Jahr geht es um ein gesundes Arbeitsumfeld und darum, wie ungünstige Bedingungen oder gar Stigmatisierungen, Diskriminierungen und Belästigungen am Arbeitsplatz erhebliche Belastungen darstellen und die psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Mehr Fehltage

Allein im ersten Halbjahr 2024 sind die psychisch bedingten Fehltage in Deutschland um 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das sind rund 182 Fehltage von Januar bis Juni 2024, wie aus den aktuellen Versicherungsdaten hervorgehen. Für die Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 2,25 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus. Zudem zeigte sich, dass der Krankenstand mit 5,7 Prozent insgesamt wieder höher war als im Jahr zuvor. Laut der DAK-Gesundheit wurde bereits 2023 der höchste Wert seit zehn Jahren gemessen. Doch besonders viele Krankheitstage hatten Beschäftigte in Alten- oder Pflegeheimen. Im Durchschnitt kamen sie pro Kopf auf 13,7 Fehltage und überstiegen damit jede andere Berufsgruppe.

Wie können denn Unternehmen zu einer Verbesserung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter beitragen? Dieser Frage geht die aktuelle Coursera-Studie „Status Quo, Bedarf und Zukunft der beruflichen Weiterbildung im deutschen Mittelstand – wie Arbeitgebende und -nehmende sich gemeinsam weiterentwickeln“, nach. Im Auftrag von Arlington Research wurden darin im März 2024 insgesamt 150 Entscheidungsträger in Unternehmen aus Industrie, Handel sowie IT, Transport und Logistik mit 50 bis 200 Mitarbeitenden, online über Weiterbildungsthemen befragt.

Nikolaz Foucaud, Managing Director EMEA bei Coursera, betont anlässlich des World Mental Health Days: „Mitarbeitende, die sich gesehen und unterstützt fühlen, sind in der Regel zufriedener, ausgeglichener und resilienter.“ Anerkennung und Förderung erreicht man allerdings durch mehrere Wege: So sagte er zum Beispiel, dass Weiterbildungsangebote in Ergänzung zu präventiven Gesundheitsmaßnahmen, entscheidend zur Förderung der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen können. „Durch flexible und kosteneffiziente Online-Lernangebote können Unternehmen ihre Mitarbeitenden besser auf die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt vorbereiten, was letztendlich beiden Seiten zugutekommt.“

Alltägliches automatisieren

Ein weiterer Weg ebnet sich über die Technologien der Künstlichen Intelligenz: alltägliche Aufgaben lassen sich automatisieren. Dadurch kann die Work-Life-Balance unterstützt werden, denn es bleibt mehr Zeit für strategische und kreative Tätigkeiten. „Laut unserer aktuellen Coursera-Studie berichtet jeder zweite Mitarbeitende (47 Prozent), dass seine Work-Life-Balance dank Generativer KI verbessert wurde“, so Foucaud. Diese Meinung teilte jedoch vorwiegend die jüngere Generation der 18- bis 24-Jährigen.

„Generative KI, wie etwa ChatGPT oder Midjourney, scheint für viele Arbeitnehmende, auch im Mittelstand, Alltag zu sein. Die Vorteile dieser Technologie überwiegen die Angst vor Jobverlust. Viele fühlen sich produktiver und ausgeglichener“, teilte auch Lukas Lewandowski, Regional Director DACH bei Coursera mit. Weiterhin ging er auf die Umfrage-Ergebnisse der Unternehmerinnen und Unternehmer ein: Denn die Studie bestätigte hier für 56 Prozent der Arbeitgebenden, dass KI die Arbeitsanforderungen ihrer Mitarbeitenden stark (und für weitere 25 Prozent sehr stark) verändert hat. Bei etwa 54 Prozent habe KI sogar neue Stellen geschaffen. „Auch Arbeitgebende betrachten sich – trotz der diagnostizierten Qualifizierungslücke in diesem Bereich – mehrheitlich gut gerüstet und sehen klare Vorteile im Einsatz von KI“, bestätigte der Regional Director.

Lewandowski spielt mit der „Qualifizierungslücke“ auf den Fachkräftemangel an: Denn etwa 38 Prozent der Firmen haben Probleme, Fachkräfte für KI und Maschinelles Lernen zu finden. Laut Lewandowski sollten Unternehmen einen stetigen Weiterbildungsprozess für den Bereich KI anstoßen und hierfür auch die Mitarbeitenden entsprechend mit ins Boot holen: „Nur so gelingt das erfolgreiche Zusammenspiel von Belegschaft und modernen Technologien wie KI.“

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