ARGE eGesundheit Deutschland Zentrales E-Verordnungssystem für orthopädische Hilfsmittels

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Sieben führende gesetzliche Krankenkassen haben sich mit Industriepartnern zusammengeschlossen, um die Digitalisierung von Verordnungen für orthopädische Hilfsmittel voranzutreiben. Das Projekt verspricht eine deutliche Reduzierung bürokratischer Prozesse und eine effizientere Versorgung für Versicherte.

Ob Prothesen, Orthesen, Bandagen, Schuheinlagen und Kompressionsstrümpfe – Verordnungen für orthopädischen Hilfsmitteln sollen künftig elektronisch übermittelt werden.(Bild:  Studio Romantic – stock.adobe.com)
Ob Prothesen, Orthesen, Bandagen, Schuheinlagen und Kompressionsstrümpfe – Verordnungen für orthopädischen Hilfsmitteln sollen künftig elektronisch übermittelt werden.
(Bild: Studio Romantic – stock.adobe.com)

Die ARGE eGesundheit Deutschland, bestehend aus sieben führenden gesetzlichen Krankenkassen, darunter AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, HEK – Hanseatische Krankenkasse, IKK classic und Techniker Krankenkasse, hat sich mit Industriepartnern wie CGI zusammengeschlossen, um die Digitalisierung im Bereich der Hilfsmittelverordnungen voranzutreiben. Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung eines zentralen Systems für die Übermittlung von E-Verordnungen für orthopädische Hilfsmittel. CGI übernimmt dabei die Konzeption, Entwicklung und den Betrieb dieses Systems.

Das Vorhaben ist Teil der fortlaufenden Digitalisierungsbemühungen im deutschen Gesundheitswesen. Durch die Zusammenarbeit der Krankenkassen soll ein innovativer und effizienter Prozess von der Verordnung bis zur Abrechnung für orthopädische Hilfsmittel geschaffen werden. Das geplante System wird in einer Private-Cloud-Umgebung in einem deutschen Rechenzentrum betrieben und ermöglicht eine sichere Vernetzung von Ärzten, Hilfsmittelanbietern und Versicherten.

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts ist die Reduzierung des bürokratischen Aufwands und die Beseitigung papierbasierter Prozesse. Die ARGE-Kassen stellen derzeit rund 35 Millionen Papierverordnungen pro Jahr für orthopädische Hilfsmittel aus. Die Digitalisierung dieses Prozesses wird nicht nur den Versicherten eine schnellere Versorgung vor Ort ermöglichen, sondern auch den Ärzten und Hilfsmittelanbietern eine effiziente Prozessunterstützung von der Verordnung bis zur Abrechnung bieten.

CGI soll dafür eine E-Verordnungslösung entwickeln, die sämtliche erforderlichen Schnittstellen zu Praxisverwaltungssystemen, elektronischen Kostenvoranschlag-Plattformen und Krankenkassen-Apps bereitstellt. Die Datenkommunikation erfolgt immer mit einer End-to-End-Verschlüsselung, wobei nur der Patient den eingesetzten Schlüssel und die Hoheit über seine Daten erhält. Die Umsetzung erfolgt unter Einbezug des Datenaustauschstandards FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) und unter Berücksichtigung der Spezifikationen der Gematik.

Das Go-live der elektronischen Verordnungslösung ist für das erste Halbjahr 2024 geplant, und die notwendige Einschreibung von Ärzten und Hilfsmittelanbietern in das Projekt wird rechtzeitig vorher starten. Die umfassende Digitalisierung dieses Prozesses wird eine erhebliche Erleichterung für alle Beteiligten bedeuten, indem sie den bürokratischen Aufwand minimiert, papierbasierte Prozesse beseitigt und eine schnellere, effizientere Versorgung ermöglicht.

„Für uns hat dieses neue Projekt eindeutig Modellcharakter. Noch nie haben so viele Krankenkassen im Bereich der elektronischen Verordnungen zusammen an einem Strang gezogen, um die Digitalisierung voranzutreiben und in enger Kooperation etwas Innovatives zu schaffen“, erklärt Tobias Leipold, Vice President Health bei CGI.

Mehr Informationen zum Projekt sind auf der Website der ARGE eGesundheit Deutschland verfügbar:

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