Praktische Anwendung

Augmented Reality in der Medizin – und darüber hinaus

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Augmented Reality in modernen Arbeitswelten

Augmented Reality kann aber auch in der modernen Fertigungstechnologie die Prozesse deutlich vereinfachen und einer breiteren Zielgruppe zugänglich machen. Die Funktion einer Augmented Reality ist dabei denkbar einfach: Der Arbeiter bekommt mit einer Augmented-Reality-Brille alles projiziert, was er für das Durchführen der gegenwärtigen Tätigkeit gerade braucht. Das ist für Montagefachkräfte, Wartungspersonal und Reparaturmannschaften eine erhebliche Erleichterung: Theoretisch können aufwändig ausgebildete Fachkräfte mit dieser Technologie durch Hilfskräfte ersetzt werden, die nur noch über technische Grundkenntnisse verfügen. Ganz so weit wird es schätzungsweise zwar nicht kommen, jedoch ist das Potential dazu in jedem Fall in der Augmented Reality angelegt.

Event-Video: Challenge Industrial AR/VR – Impressionen vom „Next Industry Expert Talk“

Die Funktionsweise ist schließlich bestechend einfach: Der Anwender sieht Schritt für Schritt das Werkzeug und wo er es in welcher Weise ansetzen muss. Nach der Handlung wird der Schritt bestätigt - und der nächste Schritt wird angezeigt. Dabei ist der Nutzer nicht auf einen starr montierten Bildschirm angewiesen, sondern kann Körper und Kopf frei drehen. So ist seine Navigation im Raum stets gewährleistet. Neben der Darstellung von Werkzeugen und Ersatzteilen werden ihm auch weitere Informationen eingeblendet: zum Beispiel Drehmomente, Druckanzeigen, Mengenangaben und was sonst noch für den jeweiligen Arbeitsschritt erforderlich ist. Neben dem Einprojizieren von Grafiken und Informationen kann die Augmented Reality auch mit Bildern von Zwischenschritten ergänzt werden. Und wenn der Anwender überhaupt nicht mehr weiter weiß, wird ihm die Handlung mit Hilfe eines kleinen Lehrvideos vorgeführt.

Technisch ist das alles heute schon umsetzbar. Lediglich der redaktionelle Aufwand ist enorm, weswegen diese Technologie in der Produktivwirtschaft in vielen Teilen noch auf ihren Durchbruch wartet. Vorreiter sind hier Medizin und Militär.

Hardware für Augmented Reality

Die am häufigsten verwendete Technologie rund um Augmented Reality sind heute zwar definitiv Tablet und Smartphone. Mit der Notwendigkeit, sie herumtragen zu müssen und damit die Hände zu blockieren wurde der Kern der Augmented Reality mit diesen Ansätzen noch nicht getroffen. Das ideale Werkzeug für die Augmented Reality ist deshalb nach wie vor die Augmented-Reality-Brille. Und dennoch will sie sich einfach nicht so recht durchsetzen.

Hierzu gibt es allerdings schon seit einigen Jahren Lösungsansätze, die so einfach wie preiswert sind: Smartphone-Halter in Brillenform können das kleine Gerät mit der entsprechenden App in eine leistungsstarke Brille verwandeln. Diese Lösung ist zwar sehr preiswert (die Angebote beginnen bei 20 Euro) jedoch ist das „Brett vor dem Kopf“ nicht gerade ein attraktiver Anblick. Um einen Eindruck von den Möglichkeiten der Augmented Reality zu bekommen, ist diese Hybrid-Lösung zwar gut geeignet, wirklich praxistauglich ist sie aber noch nicht. Und doch hat sich dieser Ansatz immerhin schon bei Drohnen-Piloten sehr gut durchsetzen können.

Die Statistik bildet eine Prognose zum weltweiten Absatz von Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Brillen bis zum Jahr 2027 ab. Laut Quelle soll sich der Absatz von VR-/AR-Brillen im Jahr 2027 auf insgesamt rund 31 Millionen Stück belaufen. (Bild:  Statista)
Die Statistik bildet eine Prognose zum weltweiten Absatz von Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Brillen bis zum Jahr 2027 ab. Laut Quelle soll sich der Absatz von VR-/AR-Brillen im Jahr 2027 auf insgesamt rund 31 Millionen Stück belaufen.
(Bild: Statista)

Ein ambitionierter Beginn, die Augmented-Reality-Brille massentauglich zu machen, war die Google Glass. Doch man kann das Projekt durchaus als gescheitert betrachten. Nicht zuletzt deshalb, weil man sich mit dem Aufsetzen der Brille nicht gerade Freunde gemacht hat: Schließlich filmt und speichert die Brille alles, was sich in Blickrichtung befindet. Das wird als Eindringen in die geschützte Privatsphäre gewertet und weckt Ängste beim Gegenüber.

Microsoft bietet mit seiner Hololens daher ein Produkt an, welches vor allem für die professionelle Anwendungen statt für die Straße ausgelegt. Das belegt letztlich auch ihr Preis. Mit um die 3.600 Euro ist die Microsoft Hololens alles andere als consumerfreundlich. Dennoch ist sie ein sehr interessantes Produkt. Die Brille ersetzt praktisch vollständig die gesamte Hardware, die für einen Computerarbeitsplatz erforderlich ist: Beliebig viele Bildschirme, Tastaturen, Videotelefonie, Zusatzdisplays und was sonst noch alles erforderlich ist, können einfach in die Umgebung projiziert werden. Die wenigen Nutzer, die sich dieses innovative Gadget geleistet haben sind durchweg begeistert. Der Preis dürfte aber noch eine Weile für Ablehnung sorgen.

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Video: Die Microsoft Hololens im Check der c't-Redaktion

Eine günstigere Alternative ist beispielsweise die „Epson Moverio BT-300“. Sie ist mit 850 Euro deutlich günstiger und bietet ebenfalls einen interessanten Funktionsumfang. Außerdem sieht sie nicht ganz so spacig aus, wie die Hololens von Microsoft. Aber das ist letztlich eine Frage des Geschmacks. Festzustellen ist: Augmented Reality Brillen gibt es inzwischen in leidlich großer Auswahl im Fachhandel, in Elektronikmärkten und bei Online-Shops wie Amazon zu kaufen.

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