Universitätsklinikum Schleswig-Holstein „Datendrehscheibe“: UKSH setzt auf neue Lösung für Interoperabilität

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Im Anschluss an eine Entwicklungspartnerschaft soll am UKSH eine neue Datenbanklösung in den produktiven Betrieb gehen, die Daten einheitlich strukturiert, die Anbindung von Expertensystemen sowie die sofortige Bereitstellung von pseudonymisierten Daten für die Forschung ermöglicht.

Die Software TipluDB, die am UKSH zum Einsatz kommt, bietet auch die Datengrundlage für Clinical-Decision-Support-Software. (© sornthanashatr - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die Software TipluDB, die am UKSH zum Einsatz kommt, bietet auch die Datengrundlage für Clinical-Decision-Support-Software.
(© sornthanashatr - stock.adobe.com / KI-generiert)

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ist nach einer gemeinsamen Entwicklungsphase eine neue Datenbank im Einsatz, die Patienten- und Gesundheitsdaten in eine einheitliche Struktur bringt und so interoperabel nutzbar macht. Darüber informierte der Anbieter, die Hamburger Tiplu GmbH. Die Software, TipluDB, verfügt über Schnittstellen zu KIS und Subsystemen und basiert auf dem FHIR-Datenmodell.

„Durch die intensive Zusammenarbeit konnten wir die Produktentwicklung eng begleiten und unsere Ansprüche als Klinik direkt mit einbringen“, berichtet Ercan Ünal, Projektleiter TipluDB im UKSH. Dabei hätten sich mehrere Nutzungsmöglichkeiten in der Forschung wie auch in der Versorgung ergeben, die gemeinsam mit Tiplu umgesetzt werden konnten.

Die Software solle als „Datendrehscheibe“ breitgefächert eingesetzt werden, bestätigt der CIO des UKSH, Rudolf Dück: „In der Versorgung ermöglicht TipluDB uns unter anderem die Anbindung von Expertensystemen, in der Forschung die sofortige Bereitstellung von pseudonymisierten, strukturierten Daten.“

Gerade diese Forschungsaspekte würden sukzessive weiterentwickelt, sagt Philipp Thöni, Produktmanager der Tiplu GmbH. Zudem dient die Anwendung als Grundlage u.a. für die zukünftige Clinical Decision Support Software „MAIA“, die sich derzeit im Zertifizierungsverfahren zum Medizinprodukt befindet und nach der Zulassung am UKSH eingesetzt werden soll. MAIA steht für: Medical Artificial Intelligence Assistant. Die Software nutzt KI-Algorithmen, um anhand von Patientendaten wie Laborwerten, Vitalparametern, Medikamentenplänen oder Informationen über frühere Behandlungen Vorhersagen für Erkrankungen zu treffen oder mögliche Diagnosen vorzuschlagen. Basierend auf MAIA war bereits im Oktober 2022 eine wissenschaftliche, anwendungsorientierte Kooperation mit der Tiplu GmbH am UKSH gestartet, mit dem Ziel, ein System zur Früherkennung individueller klinischer Risiken zu entwickeln.

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