Krankenhaus-IT

Ganzheitlicher End-to-End-Ansatz für die Digitalisierung

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Wenig Code – viele Vorteile

Krankenhäuser können von Low-Code-Technologie in vielerlei Hinsicht profitieren. Die Digitalstrategie im Krankenhausalltag muss mehrere Dimensionen berücksichtigen, darunter die Modularisierung der Architektur, Flexibilisierung der Technologien, Aufbau von Digitalkompetenz und einen kulturellen Wandel hin zu Self-Service- und Plattform-Ansätzen sowie agilen Arbeitsweisen, um dabei möglichst alle Stakeholder erfolgreich mitzunehmen. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:

1. Optimierung interner Abläufe

Sowohl Krankenhäuser als auch Hersteller von medizinischen Geräten können Low-Code-Plattformen einsetzen, um ihre internen Prozesse zu verbessern. Dies kann die Verwaltung von Patientendaten, die Überwachung medizinischer Geräte oder die Automatisierung von Abrechnungsvorgängen einschließen – alles mithilfe einer Plattform. Schnittstellen zu anderen Bereichen wie HR können überbrückt und beispielsweise Urlaubsplanungen schneller ins System eingespeist werden.

2. Beschleunigte Entwicklung

Low-Code ermöglicht eine schnellere Entwicklung von Anwendungen und Systemen. Dies ist in Krankenhäusern entscheidend, um auf neue Situationen, wie die Covid-19-Pandemie, zu reagieren. Viele IT-Lösungen haben ähnliche Bausteine; durch Low Code kann man bestehende Komponenten wiederverwenden und schnell ein agiles System erschaffen. Entwickler können so schnell auf verschiedene Prozesse zugreifen und sie gegebenenfalls anpassen. Die Bestandssoftware wird schnell integriert und veraltete Komponenten werden mit Low Code ergänzt. Zudem ermöglichen Low-Code-Plattformen ermöglichen auch Nicht-Programmierern die eigenständige Erstellung von Anwendungen.

3. Reduzierte Kosten

Durch die Reduzierung des Bedarfs an hochspezialisierten Programmierern und die beschleunigte Entwicklung sparen Krankenhäuser Kosten und können ihre Budgets effizienter einsetzen. Angestellte können so ihren Fokus auf die Verbesserung von Abläufen und die Schaffung einer optimalen Benutzer-Erfahrung legen. Durch das vereinfachte Programmieren müssen weniger Lizenzen erworben und weniger zusätzliche Produkte mit eingebunden werden.

4. Verbessertes Anwendererlebnis

Hersteller von medizinischen Geräten haben die Möglichkeit, benutzerfreundliche Anwendungen zu entwickeln, die die Interaktion von Personal und Patienten erleichtern. Dies schließt die Einrichtung und Wartung medizinischer Geräte sowie die Überwachung von Gesundheitsdaten ein.

5. Weniger Risiken

Um Risiken der Digitalisierung zu vermeiden, wie beispielsweise Cyber-Angriffe, ist in den Programmen eine IT-Security bzw. Datenintegration und plattformübergreifende Unterstützung zur sicheren Entwicklung integriert.

Bürokratie runter, Komfort hoch – zum Wohl der Angestellten

Auf lange Sicht kann ein digitalisierter Krankenhausalltag, der strategisch aus-gerichtete Low-Code-Technologien miteinschließt, den Komfort von Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen steigern. Angestellte sollen aktiv in den Digitalisierungsprozess einbezogen werden, da sie diejenigen sind, die die neuen Technologien nutzen. Regelmäßige Schulungsprogramme sind ein absolutes Muss, um sicherzustellen, dass sie die neuen Werkzeuge nutzen können. Ihr Feedback muss während des gesamten Prozesses berücksichtigt werden, um die Anwendungen kontinuierlich zu verbessern. Dabei reicht es völlig aus, klein und genau dort, wo der Schuh drückt, zu beginnen – es muss nicht immer gleich der ganz große Wurf sein.

Die Autoren

Dr. Patrick Heiler ist Director Healthcare bei der Beratungs- und Technologiefirma IG&H. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er Lösungen für Institutionen aus dem Gesundheitswesen. Das Ziel ist es, klinische Abläufe und Ergebnisse zu optimieren, Kosten zu senken und die Effizienz klinischer sowie geschäftlicher Prozesse nachhaltig zu verbessern.

Susann Homann ist seit August 2021 Leiterin der Stabsstelle Digitale Transformation am Universitätsklinikum Halle (Saale) – UKH. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Entwicklung einer Strategie der digitalen Transformation für das UKH, die Umsetzung der KHZG-Gesetze sowie die Überführung analoger Prozess in digitale.

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