Neuer Weg in die Telematik-Infrastruktur Gematik vergibt erste Zulassung für TI-Gateway

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Die Gematik hat die erste Zulassung für ein TI-Gateway erteilt: Die Lösung des Herstellers RISE ermöglicht Gesundheitseinrichtungen einen sicheren Zugang zur Telematik-Infrastruktur per Hochleistungskonnektor.

Leichterer Weg zur Telematik-Infrastruktur: TI-Gateways ersetzen Konnektoren vor Ort.(© Siarhei – stock.adobe.com)
Leichterer Weg zur Telematik-Infrastruktur: TI-Gateways ersetzen Konnektoren vor Ort.
(© Siarhei – stock.adobe.com)

Bislang läuft die Verbindung zur Telematik-Infrastruktur (TI) in Praxen und Krankenhäusern über Konnektoren in den eigenen Räumlichkeiten. Mit der Zulassung des ersten TI-Gateways eröffnet sich jetzt ein neuer Weg: Über einen sicheren VPN-Zugang können sich die Einrichtungen mit einem – von der Gematik geprüften und zugelassenen – Hochleistungskonnektor in einem Rechenzentrum verbinden. Das heißt, Konnektoren vor Ort werden nicht mehr benötigt, und damit entfällt auch der eigene Aufwand für deren Wartung. Die Verantwortung für den Betrieb liegt mit dem TI-Gateway beim jeweiligen Anbieter, der Updates, Konfigurationen und Wartungsarbeiten zentral durchführt. Auch weitere Gesundheitsdienstleister wie Pflegeeinrichtungen, Physiotherapeuten, Hebammen können sich künftig per Gateway an die TI anbinden.

Als erster Hersteller hat RISE die Anbieterzulassung für ein IT-Gateway erhalten, nachdem die Anwendung zuvor über mehrere Wochen im Friendly User Test erprobt wurde.

Nach eigenen Angaben will der Hersteller umgehend mit der kontrollierten Inbetriebnahme und dem anschließenden Rollout starten. „Unser Ziel ist es, Leistungserbringern die Anbindung an die TI so einfach wie möglich zu machen, damit sie sich auf die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten fokussieren können", sagt Dr. Christian Schanes, Mitglied der Geschäftsführung von RISE. Auch mobile Nutzergruppen würden von der neuen Zugangsart profitieren.

Zukünftig soll das TI-Gateway auch die Verwendung von TIM (TI-Messenger), digitalen Identitäten und mobilen TI-Services wie CardLink ermöglichen. Auch weitere Hersteller planen, zeitnah eine TI-Gateway-Lösung anzubieten.

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