Highspeed für die Telematik-Infrastruktur RISE erhält Test-Zulassung für TI-Gateway

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Es geht voran auf dem Weg zum TI 2.0: Der Technologiehersteller RISE informiert über die Zulassung der Gematik zum Friendly User Test seines TI-Gateways, die vollständige Zulassung wird in den kommenden Wochen erwartet.

Der Zugang über Highspeed-Konnektoren und TI-Gateway ist ein entscheidender Faktor beim Aufbau der TI 2.0 – neben digitalen Identitäten und Zero-Trust-Architektur. (© Abstract Delusion – stock.adobe.com)
Der Zugang über Highspeed-Konnektoren und TI-Gateway ist ein entscheidender Faktor beim Aufbau der TI 2.0 – neben digitalen Identitäten und Zero-Trust-Architektur.
(© Abstract Delusion – stock.adobe.com)

Der Technologie-Hersteller RISE (Research Industrial Systems Engineering) hat bereits im Juni 2023 die Zulassung für den Friendly User Test (FUT) seines Highspeed-Konnektors erhalten und erprobt die Lösung seither gemeinsam mit Leistungserbringern wie den Rhön-Kliniken und Alexianer. Jetzt wurde die FUT-Zulassung auch auf den TI-Gateway des Herstellers erweitert.

Friendly User Test

Mit Friendly User Tests soll sichergestellt werden, dass die von der Gematik konzipierten Lösungen auch den Anforderungen der Nutzer entsprechen. Dabei arbeiten Hersteller, Kunden und – sofern Änderungen der Spezifikation nötig sind – auch die Gematik gemeinsam an den Verbesserungen: Nutzerfahrungen werden analysiert, um Probleme zu identifizieren und Verbesserungen vorzuschlagen.

Highspeed-Konnektoren (HSK) sind erheblich leistungsfähiger als die bisherigen Einzelkonnektoren. Ein Highspeed-Konnektor kann in Kliniken mehrere herkömmliche Geräte ersetzen. Praxen oder Apotheken kommen dann sogar ganz ohne die Konnektoren vor Ort aus: Über ein TI-Gateway können sie sich per Zusatzmodul mit Highspeed-Konnektoren in geprüften Rechenzentren verbinden. Ein einzelner HSK dort kann eine Vielzahl von Praxen an die TI anbinden. Da Wartung und Betrieb vom Anbieter im Rechenzentrum übernommen werden, verringert sich damit auch der Aufwand für die angebundenen medizinischen Einrichtungen. Weitere Punkte sind Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit. RISE setzt dabei auf redundanten Betrieb und nutzt zwei Rechenzentren mit demselben Datenstand an voneinander entfernten Standorten in Deutschland, die jederzeit die Funktion des jeweils anderen übernehmen können. Dies mache Ausfälle unwahrscheinlicher und die Wiederherstellung des Betriebs einfacher und schneller.

TI für neue Nutzergruppen öffnen

Und auch für neue Nutzergruppen wird die Anbindung ermöglicht: „Wir freuen uns auf eine neue Generation der Anbindung an die TI, die unseren Kunden mehr Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit durch unseren Betrieb und Service bietet – insbesondere für Krankenhäuser und neue Nutzergruppen wie Hebammen und Pflege ein immenser Vorteil“, sagt Dr. Christian Schanes, Mitglied der RISE-Geschäftsführung. Die vollständige Zulassung für den Rollout des RISE-TI-Gateways erwartet der Hersteller in den kommenden Wochen.

Parallel laufen auch die Entwicklungen der anderen Hersteller, etwa bei secunet, der als erster Hersteller die Zulassung für einen Highspeed-Konnektor erhielt, oder bei ehex und Aquinet, deren TI-Gateway derzeit am Klinikum Ingolstadt anhand von Anwendungsfällen erprobt wird. Einen Überblick zum Stand April und den Plänen der Hersteller gibt es auch bei der Gematik.

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