Baden-Württemberg Gesundheitsplattform MEDI:CUS in Berlin vorgestellt

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Baden-Württemberg geht die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen ganzheitlich an – mit dem Aufbau einer landesweiten cloudbasierten Plattform. Zum aktuellen Stand des Projekts gab es nun ein Update in der Landesvertretung in Berlin.

Thomas Strobl, Digitalisierungsminister in Baden-Württemberg, Petra Olschowski, Wissenschaftsministerin, und Manne Lucha, Gesundheitsminister des Landes, (v. l. n. r.) bei der Vorstellung des Projekts MEDI:CUS im März 2025 in Berlin. (© Innenministerium BW)
Thomas Strobl, Digitalisierungsminister in Baden-Württemberg, Petra Olschowski, Wissenschaftsministerin, und Manne Lucha, Gesundheitsminister des Landes, (v. l. n. r.) bei der Vorstellung des Projekts MEDI:CUS im März 2025 in Berlin.
(© Innenministerium BW)

Plattformen gehört sicher die Zukunft, wenn es um die Vernetzung von Daten und Akteuren im Gesundheitswesen geht. Entsprechende Interoperabilitätsplattformen entwickeln sich bereits in mehreren Bundesländern, teils aus einer Kernkooperation einzelner Kliniken, der sich sukzessive weitere Akteure anschließen, wie in Berlin und Hamburg, oder als Zusammenschluss mehrerer Kliniken zum Aufbau eines Patientenportals (Bayern, Saarland). Anders in Baden-Württemberg: Hier wurde im Februar letzten Jahres das interministerielle Projekt MEDI:CUS ins Leben gerufen – der Aufbau einer landesweiten, cloudbasierten Plattform, die Universitätskliniken, Krankenhäuser und künftig auch Arztpraxen und Patienten vernetzen soll.

MEDI:CUS steht für: Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher. Es ist ein ressortübergreifendes Projekt der baden-württembergischen Ministerien. Beteiligt sind das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst; das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration; das Ministerium für Wirtschaft; das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen sowie das Staatsministerium. Die Projektleitung liegt beim Innenministerium.

Neben Basisdiensten wie Nutzerdatenverwaltung und Cybersicherheitsdiensten sind Fachdienste wie Messenger und Telekonsultationen zum krankenhausübergreifenden Austausch geplant. Mit dem Aufbau der technischen Plattform wurde der GovTech Campus beauftragt.

Überblick zum Projektstand

Unter dem Motto „MEDI:CUS – Daten retten Leben“ haben Digitalisierungsminister Thomas Strobl, Gesundheitsminister Manne Lucha und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski in der vergangenen Woche in Berlin das Projekt vorgestellt, Matthias Pröfrock, leitender Ministerialrat bei Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, gab einen Einblick zum aktuellen Projektstand.

Zunächst wurde zum Jahresende 2024 eine Cloudumgebung in kleinem Maßstab aufgebaut – mit einer Kollaborationslösung als einem ersten demonstrierbaren Dienst. In diesem Jahr sollen weitere cloudbasierte Dienste, darunter auch die sichere Messengerlösung zur standortübergreifenden Kommunikation, in Betrieb gehen und anschließend auch schon erste Kliniken und Krankenhäuser in Baden-Württemberg an die Plattform angeschlossen werden, die diese Dienste in klinischen Prozessen nutzen können. Der Regelbetrieb soll bis 2027 eingerichtet werden.

Mit MEDI:CUS schaffe man eine Plattform, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle, betonte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister in Baden-Württemberg, Thomas Strobl.

Landesgesundheitsminister Manne Lucha sieht die zentrale und standardisierte Plattform als „das optimale Instrument, um innovative Anwendungen möglichst rasch aus der Forschung in die Fläche zu bringen“ – und so die medizinische Versorgung im Land zu verbessern. „MEDI:CUS ergänzt damit auch unser geplantes KI-Reallabor, mit dem wir einen experimentellen Rahmen für die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien schaffen wollen“, so Lucha weiter. Die Plattform eröffne Forscherinnen und Forschern den Zugang zu wertvollen Gesundheitsinformationen, betonte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

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