Projekte der Länder: Saarland und RLP Gesundheitsportal Südwest mit elf Kliniken in Betrieb

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Kliniken brauchen ein Patientenportal, aber nicht jede Klinik ein eigenes: Im Saarland hat die dortige Krankenhausgesellschaft schon 2024 ein gemeinsames Patientenportal auf den Weg gebracht, jetzt ist umgesetzt – als „Gesundheitsportal Südwest“, mit zunächst elf Kliniken aus dem Saarland und der Pfalz.

Über das Gesundheitsportal können Patienten Informationen und Dokumente mit allen beteiligten Kliniken austauschen und Termine vereinbaren.(Bild: ©  Art_spiral - stock.adobe.com / KI-generiert)
Über das Gesundheitsportal können Patienten Informationen und Dokumente mit allen beteiligten Kliniken austauschen und Termine vereinbaren.
(Bild: © Art_spiral - stock.adobe.com / KI-generiert)

Wenn Kliniken ihre Kräfte für Ausschreibung, Konzeption und Projektmanagement bündeln, können Patientenportal und die nötige digitale Infrastruktur in einer Dimension umgesetzt werden, die bei Einzelprojekten in dieser Qualität kaum möglich wäre – unter dieser Prämisse hat die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) zusammen mit Trägern von elf Kliniken ein gemeinsamen Portal aufgebaut. Unter der Projektsteuerung von PLANFOX und gefördert mit Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds wurde das Gesundheitsportal Südwest an elf teilnehmenden Kliniken installiert. Seit dem 16. März können sich Patientinnen und Patienten auf dem Portal registrieren, Krankenhaus und Fachbereich auswählen und anschließend zeitunabhängig Termine buchen, sich informieren, Formulare online ausfüllen und auch Dokumente datenschutzkonform übermitteln.

„Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, von Beginn an elf Kliniken und ihre zum Teil ganz unterschiedlichen technischen Systeme zu integrieren. Der gemeinsame Auftritt samt identischer Funktionalität wird es den Menschen, die ja oftmals in Kontakt mit mehreren Kliniken stehen, erleichtern, das Portal schnell und intuitiv zu nutzen“, so SKG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jakobs. Er verwies auch auf den Vorteil für die eingebundenen Kliniken, die damit den direkten und digitalen Zugriff auf wichtige Dokumente hätten.

Weitere Anschlüsse geplant

In der Startphase sind zunächst einzelne Abteilungen der Häuser angebunden, weitere Bereiche sollen sukzessive freigeschaltet werden. In den nächsten Jahren sollen alle der derzeit 18 Krankenhäuser des Saarlandes sowie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte angeschlossen werden. Dabei macht die Vernetzung an Landesgrenzen nicht halt – von Beginn an sind zwei Krankenhäuser aus Rheinland-Pfalz mit im Verbund. „Solche innovativen Lösungen zeigen, welches Potenzial in digitaler Zusammenarbeit steckt – auch über Landesgrenzen hinweg“, betonte der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung.

Die Kliniken im Gesundheitsportal Südwest in der Startphase:

  • Universitätsklinikum des Saarlandes
  • Klinikum Saarbrücken der Winterberg
  • SHG Kliniken Völklingen
  • SHG Kliniken Sonnenberg
  • SHG Klinikum Merzig
  • CaritasKlinikum Saarbrücken
  • Kreiskrankenhaus St. Ingbert
  • Caritas-Krankenhaus Lebach
  • Krankenhaus Saarlouis vom DRK
  • SHG Klinikum Idar-Oberstein
  • Vinzentius-Krankenhaus Landau

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