Onboarding, Fachkräftemangel KI-Avatar „Vanessa“ berät ausländische Fachkräfte

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Ein Service speziell für internationale Fachkräfte: Eine KI soll ausländischen Fachkräften alle Fragen zur deutschen Krankenversicherung beantworten können, indem sie in ihre Heimatsprache übersetzt.

Neues Land, neuer Job, viele Fragen. Ein KI-Avatar erleichtert das Onboarding durch kostenlose und mehrsprachige Vorteile.(© irissca – stock.adobe.com / KI-generiert)
Neues Land, neuer Job, viele Fragen. Ein KI-Avatar erleichtert das Onboarding durch kostenlose und mehrsprachige Vorteile.
(© irissca – stock.adobe.com / KI-generiert)

Englisch, Französisch, Spanisch, Hindi, Mandarin oder Deutsch – der KI-Avatar „Vanessa“ kann in viele Sprachen übersetzen. Die Techniker Krankenkasse (TK) startete den Service „sayHELLO“ extra für künftige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ursprünglich aus dem Ausland kommen. Mit dem Avatar können sich die Experten besser über die deutsche Krankenversicherung informieren. Schließlich ist es einfacher, wichtige Informationen in der Muttersprache zu erhalten. So möchte TK dafür sorgen, dass Mitarbeitende auch bestens auf das Leben hier vorbereitet sind.

„Wir wissen von den Unternehmen, dass Expats Unterstützung brauchen, um schnell in Deutschland anzukommen. Ein gutes Onboarding ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig. Aufgrund der Sprachbarriere haben jedoch viele Hemmungen, bei deutschen Hotlines anzurufen“, sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. „Vanessa ist ein niedrigschwelliges Angebot, damit internationale Fachkräfte sich schon vor dem Umzug nach Deutschland über das Gesundheitssystem informieren können, und das mit gezielten Antworten und ohne umständliches Suchen.“

Die KI kann dabei mehr als 2.000 Fragen in Echtzeit beantworten und das rund um die Uhr. Dafür muss man nur ins Mikro von Smartphone oder Laptop sprechen. Doch hinter dem Avatar steckt nicht nur eine fiktive Figur, sondern die Münchener TK-Mitarbeiterin Vanessa Rais. Sie ist auch diejenige, die ausländische Fachkräfte normalerweise berät und daher viele Fragen der Expats genau kennt. Sie sagte dazu: „Am häufigsten kommen Fragen dazu, wie die Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden und wie der Arztbesuch in Deutschland abläuft.“

Ihre Beratungen werden also weiterhin stattfinden, nur eben virtuell und als KI-Abbild. Das hat neben dem vermenschlichenden Aspekt den Vorteil, dass Informationen jederzeit und kostenfrei abgerufen werden können. Für die Entwicklung der KI konnte sie aufgrund ihrer Erfahrungen bereits die richtigen Antworten auf die beliebtesten Fragen vorgeben. Und damit die KI auch aussieht und spricht wie sie, wurden ihr Erscheinungsbild, ihre Stimme sowie ihre Gestik und Mimik in virtuelle Figuren umgesetzt. Anders als andere Chatbots, kann „Vanessa“ als künstliche Intelligenz nicht halluzinieren. Denn bei ihr kam eine sogenannte deterministische KI zum Einsatz. Das heißt, dass „Vanessa“ ausschließlich auf geprüfte Antworten zurückgreift und keine neuen Inhalte lernt.

Baas erklärte zunächst, dass der Avatar zwar vorerst nur für internationale Fachkräfte entwickelt wurde, die KI-Beratung jedoch ausgebaut wird, wenn das Angebot gut angenommen wird. Schneller als geplant, denn auf Nachfrage der Redaktion wird in Kürze der zweite Avatar vorgestellt: Mit René soll das männliche Pendant auf den Markt kommen, der ebenfalls unter der Dachmarke „sayHELLO“ läuft. Und auch hinter dieser fiktiven Figur steckt wieder ein realer Mitarbeiter der TK.

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