Hyperconnected Health

Mit vernetzten Technologien den Wandel gestalten

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Hyperconnectivity erfolgreich etablieren

Damit das Gesundheitssystem ganzheitlich von Hyperconnectivity profitieren kann, müssen alle Anspruchsgruppen des Gesundheitssystems verstehen, dass es nicht ausreicht, Daten mit verschiedenen Technologien in Silos zu sammeln. Vielmehr ist es sinnvoll, die Daten im jeweiligen Kontext zu interpretieren und zu nutzen. Ein interessenübergreifender Ansatz bildet hier den richtigen Rahmen für die sorgfältige Planung, Umsetzung und fortlaufende Managementprozesse.

In diesem Zusammenhang gibt es drei wesentliche Handlungsfelder:

  • Konnektivität der Infrastruktur: Eine sichere Konnektivität der Datenquellen ist als technische Grundlage unerlässlich. Cloud- und Edge-Computing sowie die Netzanbindung über 5G, LTE und Wifi helfen dabei, Daten von Maschinen, Geräten, Anlagen, Geschäftsanwendungen und Patienten-Apps in Echtzeit in ein zentrales System zu übertragen. Die Cloudifizierung ist der Schlüssel, um Gesundheitsdaten kontrolliert zu speichern, zu verarbeiten und zu teilen. Erst sie macht Daten systemübergreifend skalierbar, zugänglich und sicher.
  • Aufbau von Vertrauen: Die Gewährleistung eines sicheren Datenzugangs und die Einhaltung von Vorschriften sind ebenfalls elementar, um das Vertrauen aller Beteiligten in ein hypervernetztes Gesundheitssystem zu stärken. Dafür bedarf es nicht nur sicherer, sondern auch nützlicher Systeme, die auf die Bedürfnisse des Gesundheitsmarktes zugeschnitten sind. Diese entstehen vor allem dann, wenn Entscheider sich regelmäßig Feedback von allen Beteiligten einholen – vom medizinischen Fachpersonal ebenso wie vom Verwaltungspersonal und von den Patienten und Patientinnen. So lassen sich Verbesserungsmöglichkeiten ausloten und das hypervernetzte Gesundheitssystem optimieren. Denn nur ein akzeptiertes digitales System ist ein erfolgreiches System im Sinne aller.
  • Steuerung des Wandels: Neben den technischen Komponenten ist es wichtig, auch die Mitarbeitenden bei der Transformation zu unterstützten. Dazu gehören Schulungen zu neuen Technologien, aber zum Umgang mit Daten. Denn nur durch die Einhaltung von technischen Normen, bleiben Daten interoperabel und sicher im Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren, Geräten und Plattformen im Gesundheitswesen. Gemeinsam müssen die unterschiedlichen Akteure des Gesundheitswesens dafür sorgen, dass digitale Systeme miteinander kommunizieren können, ohne die Integrität und die rechtlichen Anforderungen an die Daten aller Beteiligten zu verletzen.

Ist Hyperconnected Health noch Fiktion oder schon bald Realität?

Frühe Versionen digitaler Zwillinge werden schon heute für Simulationen genutzt. Zum Beispiel, um eine Lösung zu testen, die zwei Patienten mit einem Beatmungsgerät versorgt. Außerdem sind Ansätze wie One Health und Planetary Health auf dem Vormarsch, um die Entwicklung einer robusteren und vernetzteren Gesundheitsinfrastruktur zu fördern. Die Einführung hypervernetzter Gesundheitsdienste durch 5G verbessert schon jetzt telemedizinische Dienste und Ferndiagnosen. In den kommenden Jahren werden wir in der Lage sein, noch präzisere digitale Patientenzwillinge für eine bessere Diagnose und Behandlung mithilfe neuer Datenströme von Wearables zu nutzen. Ebenso ermöglichen Datenerkenntnisse aus Stadtanalysen zukünftig noch exaktere und frühzeitigere Vorhersagen gesundheitskritischer Auswirkungen in geografischen Gebieten.

Und schließlich wird die gemeinsame Nutzung von Daten in der sicheren Cloud und in multinationalen Datenräumen den verschiedenen Interessengruppen im Gesundheitswesen neue Möglichkeiten eröffnen. Es ist also an der Zeit, die digitale Reife und die Datenexpertise im gesamten Gesundheitssystem auszubauen und die Chancen der vernetzten Gesundheit zu nutzen. Für eine sichere und grüne digitale Zukunft für alle.

Dr. Shivam Gupta
Manager des Digitainability-Teams im Sustainability and Business Technology Advisory von Detecon.

Bildquelle: Detecon

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