Das Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) soll vor allem die Sicherheit der Daten bei der Nutzung der elektronischen Patientenakte regeln (doomu - stock.adobe.com)
Gesundheitsminister legt PDSG-Entwurf vor

Spahn: ePA-Daten dürfen nicht in „falsche Hände geraten“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bereits durchgesetzt, dass ab 2021 die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten müssen. Nun will der Gesundheitsminister mithilfe des Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) die Einführung der ePA weiter vorantreiben und gleichzeitig den Datenschutz ausbauen. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat dazu einen Entwurf zur Abstimmung bei der Bundesregierung vorgelegt.

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Bei Antibiotika-Resistenz gefährlich: Staphylococcus-aureus-Bakterien (rund/gelb) können u.a. Lungen-, Herz- und Hirnhautentzündung sowie Sepsis verursachen. Hier beim Versuch, weißen Blutkörperchen (blau) zu entkommen, die für die Infektabwehr zuständig sind (National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), USA)
IT-Lösung für die Erforschung von Antibiotika-Resistenzen

Plattform soll Informationen für Global AMR R&D Hub bündeln

Durch den unsachgemäßen Gebrauch von Medikamenten breiten sich Antibiotika-Resistenzen weltweit immer mehr aus. Somit steigt die Gefahr der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Aus diesem Grund wird in verschiedenen Projekten der medizinischen Forschung vermehrt nach einer Lösung zur Bekämpfung von resistenten Bakterien gesucht. Im Auftrag des Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub (Global AMR R&D Hub) soll eine IT-Plattform entwickelt werden, die einen weltweiten Überblick über maßgebliche Forschungsaktivitäten bietet.

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Das Land Baden-Württemberg will 42 innovative Projekte des Forums Gesundheitsstandort mit einer Summe von 50 Millionen Euro fördern (ipopba - stock.adobe.com)
Baden-Württemberg fördert Gesundheitsprojekte

Land stellt 50 Millionen Euro bereit

Laut Staatsministerium haben sich inzwischen mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Forschungsinstituten und Universitäten sowie Pharma- und Medizintechnikfirmen im Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Ziel des Forums ist, neue Lösungsansätze sowohl zum Nutzen von Patienten als auch zur Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern. Für die Umsetzung der Projekte will das Land nun 50 Millionen Euro bereitstellen.

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Prof. Gérard Krause, Forschungsleiter am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: „Die aktuelle Epidemie zeigt, wie dringend detaillierte Daten für die Risikoeinschätzung benötigt werden und auch, wie groß der Bedarf für ein strukturiertes Management der Eindämmungsmaßnahmen ist“ (peterschreiber.media – stock.adobe.com)
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: Seuchenüberwachung per App

Coronavirus im Visier

Seit Ende 2019 breitet sich ein neuartiges Coronavirus, das schwere Lungentzündungen auslösen kann, besonders schnell aus. Nun sollen strenge Maßnahmen zur Seuchenkontrolle eine weitere Verbreitung stoppen. Dazu haben Forscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig die dort bereits entwickelte App zur Seuchenüberwachung um ein Modul zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie erweitert.

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Die Ergebnissen einer Umfrage von samedi zeigen, dass viele Deutsche gegenüber den neuen digitalen Angeboten im Gesundheitsberich aufgeschlossen sind. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen die Online-Terminbuchung, 34 Prozent suchen online nach ihrem Arzt und jeder Vierte lässt sich per eMail oder SMS an den Arztbesuch erinnern (elenabsl - stock.adobe.com)
Digitale Gesundheitsanwendungen

Welche Services werden bereits genutzt?

Ob Telemedizin, eRezepte, Online-Terminvereinbarung oder Web-Sprechstunde – mit der Einführung des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes (DVG) hat die Bundesregierung den Weg für neue Technologien frei gemacht. Doch wie sieht der derzeitige Stand der digitalen Gesundheitsanwendungen tatsächlich aus? Welche Services werden bereits genutzt und wie werden sie angenommen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Software-Anbieter für Patientenkommunikation und Ressourcenplanung in der Praxis, samedi im „Digitalisierungsreport 2019: Der digitale Patient im deutschen Gesundheitswesen“.

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Noch sind die gesetzlichen Regelungen beim Datenschutz uneinheitlich (terovesalainen – stock.adobe.com)
Arztprofile im Internet

Berechtigtes öffentliches Interesse vs. Datenschutz

Der Streit darum, wem denn eigentlich die Daten gehören, die wir durch die Nutzung des Internets, den Gebrauch von Smartphones oder einfach durch die zunehmende Vernetzung von Alltagsgegenständen produzieren, ist so alt wir das Internet und nach wie vor umstritten. Das diese Auseinandersetzung auch den Healthcare-Bereich betrifft, zeigt ein Urteil des Landgerichts München zugunsten des von der Burda Digital GmH betriebenen Ärzteportals jameda.

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Anforderungen, die Gesundheits-Apps für eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung erfüllen müssen, in einem Entwurf vorgelegt (georgejmclittle - stock.adobe.com)
Gesundheits-Apps auf Rezept

Welche Anforderungen müssen erfüllt werden?

Seit Inkrafttreten des Digitalen-Versorgungs-Gesetz (DVG) am 19. Dezember 2019 können sich Patienten digitale Gesundheitsanwendungen wie Apps vom Arzt verschreiben und von der Krankenkasse erstatten lassen. Das gilt jedoch nur für Anwendungen, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Qualität, Datensicherheit und Datenschutz geprüft und in das Verzeichnis aufgenommen wurden. Nun hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in einem Entwurf festgelegt, welche Anforderungen die App-Hersteller erfüllen müssen.

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