Früherkennung: Digitales Angebot plus Terminvergabe
„Vom Sofa aus“: Vorsorge niedrigschwellig und digital

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

Immer mehr Heimtests, etwa zu Vitaminspiegeln, sind digital oder in Drogerien leicht verfügbar und finden Käufer. Kostenfreie und nachweislich wirksame Leistungen wie die Darmkrebsvorsorge dagegen werden zu wenig genutzt – was sich ändern sollte.

Laut einer Studie das Deutsche Krebsforschungszentrums lassen sich bis zu drei Viertel aller Darmkrebserkrankungen verhindern, wenn die Vorsorge konsequent genutzt wird.(Bild: ©  Watcher - stock.adobe.com / KI-generiert)
Laut einer Studie das Deutsche Krebsforschungszentrums lassen sich bis zu drei Viertel aller Darmkrebserkrankungen verhindern, wenn die Vorsorge konsequent genutzt wird.
(Bild: © Watcher - stock.adobe.com / KI-generiert)

Beitragsgelder der Versicherten wirksam einzusetzen, ist die große Herausforderung im deutschen Gesundheitswesen. Das gilt auch für Vorsorgeuntersuchungen. Laut dem Referentenentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sind etwa die Früherkennungsuntersuchungen zum Hautkrebs zu überprüfen und anzupassen. Gleichzeitig braucht es mehr und bessere Prävention, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und was ist zu tun, wenn nachweislich wirksame Vorsorgeangebote verfügbar sind, aber zu wenig genutzt werden?

Die Darmkrebsvorsorge ist so ein Beispiel. Zwar ist die Einführung dieses Früherkennungsprogramms insgesamt als Erfolg zu sehen. Eine aktuelle Erhebung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) anhand eines Simulationsmodells zeigt: Bis zu drei Viertel aller Darmkrebserkrankungen ließen sich verhindern und Todesfälle durch Darmkrebs um über 80 Prozent reduzieren – wenn die Vorsorgeangebote maximal genutzt würden.