Definition Was ist die GesundheitsID?

Von Casablanca 2 min Lesedauer

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Mit der GesundheitsID behalten Patienten die volle digitale Kontrolle über ihren eigenen digitalen Fußabdruck im Gesundheitswesen. Parallel dazu erlaubt die GesundheitsID die Nutzung weiterer elektronischer Anwendungen aus der Medizin.

GesundheitsID: Die digitale Identität im Gesundheitswesen.(Bild:  aga7ta – stock.adobe.com)
GesundheitsID: Die digitale Identität im Gesundheitswesen.
(Bild: aga7ta – stock.adobe.com)

Die digitale Identität agiert ab dem Jahr 2024 als Alternative zur Gesundheitskarte. Gleichermaßen haben Versicherte damit die Möglichkeit einen Zugang zu verschiedenen elektronischen Gesundheitsanwendungen und beispielsweise zur Telematikinfrastruktur zu erhalten. Der Gesetzgeber treibt damit, im Zusammenspiel mit den Krankenkassen, den Umstieg weg von den bisher etablierten, karten- und hardwareabhängigen Systemen voran – und macht das Gesundheitswesen merklich digitaler. Kompatibilitäten bestehen außerdem zu verschiedenen Mobile-basierten Leistungen, wie unter anderem dem ebenfalls relativ neuen E-Rezept sowie dem Zugang zur elektronischen Patientenakte.

Wie erhält man eine GesundheitsID?

Für die Herausgabe sind die Krankenkassen zuständig. Die frühestmögliche Herausgabe datiert auf dem 1.1.2024. Ab da an können Versicherte die GesundheitsID bei der Krankenkasse beantragen, eine automatisierte Zuteilung/Ausstellung ohne eigenes Zutun erfolgt nicht. Die GesundheitsID fortan zu nutzen ist also keine Pflicht, sondern rein freiwillig.

Nach Beantragung bei der eigenen Krankenkasse erhalten Versicherte einen sechsstelligen Code. Viele Krankenkassen ermöglichen eine Erstellung direkt in der eigenen App, was den Prozess insgesamt deutlich beschleunigt, da dort bereits alle relevanten Daten des Versicherten vorhanden sind. Der sechsstellige Code ist immer gerätegebunden, wer später einmal also sein Smartphone oder Tablet austauscht, muss für das neue Gerät einen anderen Code beanspruchen. Nach Beantragung des Codes müssen Nutzer ihre Identität bei der Krankenkasse verifizieren und außerdem die sechsstellige CAN-Ziffer eingeben, die sich auf der eGK befindet.

Versicherte erhalten anschließend einen Brief mit der PIN für die eGK, anschließend müssen das mobile Endgerät und die eGK synchronisiert werden. Nach dieser Kopplung ist der Anmeldeprozess für die GesundheitsID abgeschlossen und Versicherte/Patienten können auf dem jeweiligen Gerät fortan frei ihre elektronische Patientenakte einrichten und verwalten.

Schutzmechanismen zur GesundheitsID

Die Identitätsprüfungen während der Anmeldung sind der erste Schutzmechanismus. Weiterhin ist geplant, regelmäßig die Identität verifizieren zu lassen, wahlweise über die Online-Ausweisfunktion vom Personalausweis oder mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte. Parallel dazu dient der sechsstellige Code als Sicherheitsmechanismus, der folglich möglichst sicher sein und nicht an anderer Stelle verwendet werden sollte.

Ausblick in die Zukunft der GesundheitsID

Schon jetzt steht fest, dass die GesundheitsID ab dem Jahr 2026 als alternativer Versicherungsnachweis einsetzbar sein wird. Patienten benötigten in einer Praxis dann also nicht mehr zwangsläufig ihre Karte, sondern können sich stattdessen mit ihrem mobilen Endgerät und der GesundheitsID ausweisen.

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