Künstliche Intelligenz Wie steht die Apothekerschaft zu KI?

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat ein Positionspapier rund um den Einsatz künstlicher Intelligenz in Apotheken vorgelegt.

Künstliche Intelligenz kann bei Arbeitsabläufen in Apotheken unterstützen und entlasten.(©  ABDA)
Künstliche Intelligenz kann bei Arbeitsabläufen in Apotheken unterstützen und entlasten.
(© ABDA)

„Die Apotheken sind bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens schon jetzt ganz vorne dabei und wollen es auch bleiben“, sagt Anke Rüdinger, Leiterin des „Digital Hub“ der ABDA und Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).

Und dazu gehört auch KI. Laut Rüdinger könne künstliche Intelligenz (KI) die Apotheken bei der Beurteilung komplexer heilberuflicher Sachverhalte unterstützen. „Die finale Entscheidung über die Abgabe von Arzneimitteln und die Beratung von Patienten muss allerdings immer in den Händen der Apothekerinnen und Apotheker liegen“, betont sie. Die Rolle der KI solle darin bestehen, Empfehlungen zu geben und Informationen bereitzustellen, welche die Apothekerinnen und Apotheker in die fachliche Bewertung einbeziehen können. Rüdinger: „Das persönliche Vertrauensverhältnis von Mensch zu Mensch in der Apotheke ist jedoch die Essenz des Heilberufs und kann nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden.“

In einem aktuellen Papier positioniert sich die Apothekerschaft klar zum Thema KI. Künstliche Intelligenz könne die Versorgung in Apotheken verbessern und besonders in diesen Bereichen zum Einsatz kommen:

  • Patienten- und Kundenkommunikation: automatische Individualisierung von Anschreiben, Abbau von Sprachbarrieren zwischen Patienten und Leistungserbringern.
  • Administration: Unterstützung bei Bestandsverwaltung, Rezeptprüfung, Dokumentation.
  • Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit: Medikationsanalyse, Bildauswertung, Check von Wechselwirkungen und seltenen Nebenwirkungen.
  • Lieferkettenoptimierung: Trends erkennen und Prognosen für Nachfrage erstellen, Bestandsplanung.
  • Unterstützung des Qualitätsmanagementsystems: Prozesserarbeitung und -anpassung an den eigenen Apothekenbetrieb.
  • Einsatz non-invasiver Diagnosemethoden: z. B. über die Retina.

Die ABDA will sich dafür einsetzen, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI-Systemen unter Berücksichtigung ethischer Prinzipien erfolgen. Auch Aspekte wie Transparenz, Datensicherheit und Nutzerautonomie sollen beachtet werden.

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