gematik: Zuschlag erteilt Zero Trust für die TI 2.0

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

Die gematik hat den Zuschlag für Zero-Trust-Komponenten in der Telematikinfrastruktur 2.0 erteilt. Damit startet die Umsetzung einer neuen Sicherheitsarchitektur in Zusammenarbeit mit der EY Consulting GmbH.

Zero Trust als Sicherheitsstandard im Gesundheitswesen. (Bild: ©  Happy Photo Stock – stock.adobe.com / KI-generiert)
Zero Trust als Sicherheitsstandard im Gesundheitswesen.
(Bild: © Happy Photo Stock – stock.adobe.com / KI-generiert)

Zero Trust vereinfacht und verbessert die Sicherheitsleistung der Systemlandschaft im Gesundheitswesen, u. a. durch eine flexible und ortsunabhängige Nutzung über das Internet. Um die Betriebsstabilität weiter zu stärken und die TI 2.0 nutzerfreundlich, sicher und zukunftsfähig zu gestalten, hat die gematik nun den Zuschlag für die Entwicklung, Wartung und Weiterentwicklung von Zero-Trust-Software-Komponenten in der Telematikinfrastruktur 2.0 (TI 2.0) erteilt. Das heißt: Jeder Zugriff auf die TI wird in Zukunft konsequent geprüft – und zwar unabhängig davon, ob Nutzer, Geräte oder Dienste aus dem eigenen oder einem externen Netzwerk stammen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass Arztpraxen, Krankenhäuser und Versicherte nur mit einer eindeutigen Identifikation und einer geprüften Sicherheitstechnologie auf sensible Gesundheitsdaten zugreifen können – ganz nach dem Motto: „Vertraue niemandem, prüfe alles!“. Ab sofort arbeitet die gematik gemeinsam mit der EY Consulting GmbH an der Umsetzung der neuen Sicherheitsarchitektur – allerdings in Etappen.

Die vollständige Umstellung auf Zero Trust ist ein mehrjähriger Prozess: Ab 2026 sollen die ersten Anwendungen starten. Der Plan sieht außerdem vor, dass bis 2029 alle TI-Dienste umgestellt sind. Insgesamt konzentriert sich die Umstellung auf Zero Trust auf zwei Stufen:

Stufe 1: Im kommenden Jahr soll das Zero-Trust-Modell für das Versichertenstammdatenmanagement 2.0 (VSDM 2.0) bei Leistungserbringern wie Arztpraxen und Apotheken zum Einsatz kommen. Gleichzeitig wird der „Proof of Patient Presence“ (PoPP) eingeführt – ein digitaler Nachweis dafür, dass sich Versicherte zum Zeitpunkt des Zugriffs auf eine TI-Anwendung, wie die ePA, tatsächlich in einer medizinischen Versorgungssituation befanden. Mit dieser Umstellung wird zudem ein sicherer Internetzugang zur TI im stationären Betrieb realisiert.

Stufe 2: Der mobile Zugang für Versicherte wird sicherer – z. B. in der Nutzung der GesundheitsID, digitalen Patientenrechnung oder telemedizinischen Anwendungen auf Smartphones und Desktop-Clients.

Mit dem Auftrag entsteht ein zentrales Element der künftigen TI, das erstmals einheitlich für alle TI 2.0-Dienste nutzbar ist – bestehende Praxisverwaltungssysteme und Versicherten-Frontends bleiben weiterhin verwendbar.

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