Niedersachsen Zwischenbilanz zum ÖGD-Pakt

Von Stephan Augsten 1 min Lesedauer

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Die Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Niedersachsen macht Fortschritte. Das Land hat bis dato mehr als drei Millionen Euro in Digitalisierungsprojekte investiert, um die Kommunikation mit Bürgern sowie die Datenauswertung zu verbessern.

Ein in Niedersachsen gestartetes Projekt ist ein Dashboard, das die Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen mit Blick auf meldepflichtige Krankheiten visuell aufbereitet.(Bild:  Niedersächsisches Landesgesundheitsamt)
Ein in Niedersachsen gestartetes Projekt ist ein Dashboard, das die Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen mit Blick auf meldepflichtige Krankheiten visuell aufbereitet.
(Bild: Niedersächsisches Landesgesundheitsamt)

Das Land Niedersachsen zieht mit Blick auf den „Pakt für den ÖGD“, sprich den Öffentlichen Gesundheitsdienst, eine erste Zwischenbilanz. Mit den bereitgestellten Geldern von über drei Millionen Euro wurden verschiedene Projekte finanziert. So bietet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) seit Oktober 2024 zwei digitale Werkzeuge an: Einen KI-gestützten Chatbot für Gesundheitsfragen sowie Dashboard zur Visualisierung des Auftretens meldepflichtiger Infektionskrankheiten. Diese Tools sollen im Krisenfall verlässliche Informationen bereitstellen.

NLGA-Präsident Dr. Fabian Feil erklärt die Motivation hinter den neuen digitalen Angeboten mit den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, als Unsicherheiten durch uneinheitliche Informationslagen entstanden seien. „Unsere Dashboards und unser Chatbot setzen hier an und helfen den Einrichtungen des ÖGD, einheitlich zu kommunizieren. So sind wir in der nächsten Krise besser vorbereitet."

Ein weiteres laufendes Projekt ist die Einrichtung einer „Geschäftsstelle für Digitalisierung im ÖGD in Niedersachsen“, die die landesweite Digitalisierungsstrategie koordinieren soll. Parallel dazu entwickelt der Bund das elektronische Melde- und Informationssystem für Gesundheitsämter (EMIGA) weiter. Dieses soll Teil der geplanten Zukunftsplattform „ÖGDnet“ werden und effektive Schnittstellen zwischen kommunaler, Landes- und Bundesebene schaffen.

Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi dankte dem Bund für sein Engagement, sieht trotz der Fortschritte aber auch weiter Handlungsbedarf: „In der Praxis sind wir noch weit entfernt von einer einfachen, einheitlichen und effektiven Digitalisierung des ÖGD auf allen Ebenen." Er fordert von der künftigen Bundesregierung eine Fortsetzung des Engagements über das Ende des „Pakts für den ÖGD" im Jahr 2026 hinaus. Für einen effektiven Gesundheitsschutz der Bevölkerung sei eine konkrete Perspektive ab 2027 notwendig.

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