Interoperabilität im Gesundheitswesen Effizienzsteigerung durch vernetzte IT und intelligente Content-Lösungen

Ein Gastbeitrag von Aaron Knott 5 min Lesedauer

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Interoperabilität – eine der größten Herausforderungen der IT im Gesundheitswesen. Wenn Systeme und Anwendungen nicht miteinander kommunizieren, sind durchgehende digitale Prozesse und Automatisierung unmöglich. Patientendaten, insbesondere unstrukturierte wie medizinische Bilder oder Krankenblätter, liegen dann verstreut in verschiedensten Datensilos. Das führt zu Effizienzverlusten. Worauf müssen Gesundheitseinrichtungen bei der Planung ihrer IT- und ihres Content Managements also achten?

Unter Interoperabilität versteht man die Fähigkeit verschiedener Systeme und Techniken miteinander zu kommunizieren.(Bild:  DZMITRY – stock.adobe.com)
Unter Interoperabilität versteht man die Fähigkeit verschiedener Systeme und Techniken miteinander zu kommunizieren.
(Bild: DZMITRY – stock.adobe.com)

Technologie ist auch im Gesundheitswesen einer der größten Treiber für Fortschritt und Optimierung. Zwischen der bestmöglichen Patientenversorgung und reibungslosen Abläufen liegt jedoch häufig eine Hürde: Interoperabilität. Stellen Sie sich vor, ein Patient mit einer längeren Krankengeschichte wird in einer Klinik eingeliefert und seine lebensrettenden Informationen liegen begraben in einem Labyrinth aus Daten und isolierten Systemen. Mangelnde Kommunikation und Interaktion zwischen IT-Systemen kann sowohl die Qualität der Patientenversorgung als auch Effizienz von Behandlungs- und Administrationsprozessen stark beeinträchtigen. Die dringend notwendige Lösung: eine nahtlose Integration von Systemen und Anwendungen.

Was bedeutet Interoperabilität im Gesundheitswesen?

Interoperabilität bezieht sich auf die Fähigkeit von verschiedenen IT-Systemen und Anwendungen, miteinander zu kommunizieren, Daten auszutauschen und Informationen gemeinsam zu nutzen. Im Kontext der medizinischen Versorgung bedeutet dies, dass Patientendaten zwischen verschiedenen Geräten, Systemen und zudem standortübergreifend zwischen Gesundheitseinrichtungen ausgetauscht werden. Ziel ist es, Datensilos zu beseitigen und so eine kohärente und umfassende Sicht auf die Patientengeschichte zu ermöglichen, um beste Behandlungsergebnisse zu erzielen – und das unabhängig davon, wo und mit welchen Systemen die Informationen generiert wurden.

Interoperable Systeme sind dabei nicht nur die Grundlage einer datenbasierten klinischen Entscheidungsfindung, sondern fördern auch eine effizientere Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und verschiedenen Abteilungen. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels ermöglicht die reibungslose Kommunikation zwischen den Systemen einen optimalen Ressourceneinsatz. Darüber hinaus ist sie Voraussetzung für die Implementierung automatisierter, digitaler Prozesse und für die Realisierung von Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Interoperabilität ist also ein Schlüsselfaktor, um die Herausforderungen der modernen Gesundheitsversorgung erfolgreich zu bewältigen und eine patientenzentrierte, effiziente Gesundheitsinfrastruktur zu schaffen.

Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und Interoperabilität als eines der Ziele des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) festgelegt. Die Förderrichtlinie betont die Wichtigkeit der Interoperabilität für die Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems und unterstützt mit Fördergeldern bei der Umsetzung von Digitalinitiativen wie der Implementierung elektronischer Patientenakten. Nach einer Fristverlängerung dürfen Krankenhäuser und Kliniken ihre KHZG-Projekte nun außerdem auch nach 2024 noch abschließen. Voraussetzung ist lediglich, dass die Projekte bis Ende 2024 beauftragt werden.

Unstrukturierte Daten: eine besondere Herausforderung

Wenn es um einen reibungslosen Datenaustausch geht, können insbesondere unstrukturierte Daten zum Problem werden. Genau von diesen gibt es im Gesundheitswesen jedoch sehr viele – in Form von medizinischen Bildern wie Röntgenaufnahmen, MRT-Bildern oder anderen bildgebenden Verfahren, aber auch als Krankenblätter oder Patientennotizen. Im Gegensatz zu strukturierten Daten, die in Tabellen oder Datenbanken organisiert sind, fehlt es diesen unstrukturierten Daten, Bildern und Dokumenten oft an einem einheitlichen Format, was ihre Verarbeitung und Integration in bestehende Systeme und digitale Prozesse erheblich erschwert.

Die Herausforderung besteht also darin, unstrukturierte Daten zu organisieren, zu standardisieren, für den nahtlosen Austausch zwischen verschiedenen Systemen zugänglich zu machen und in einer elektronischen Patientenakte zu bündeln. So wird verhindert, dass sie in isolierten Datensilos verbleiben. Denn dort können sie nicht nur zum Compliance-Problem werden, sondern auch Arbeitsprozesse ausbremsen. Das kann im Ernstfall lebensentscheidend sein und strapaziert nur unnötig die Nerven des medizinischen Personals, das sich voll und ganz auf seine Patienten konzentrieren möchte – und auch sollte.

Intelligente Content-Lösungen als zentrale Säule der Healthcare IT-Infrastruktur

Weil das Volumen an unstrukturierten Daten und unterschiedlichsten Datenformaten im Gesundheitswesen hoch ist, sollten intelligente Content-Lösungen eine zentrale Rolle bei der Planung der IT-Infrastruktur spielen. Solche Systeme bieten dabei mehr als klassisches Dokumentenmanagement. Sie erlauben es, unterschiedlichste Daten- und Dokumentenformate zu speichern, effizient jederzeit und von überall zur Verfügung zu stellen und zu bearbeiten. Das ermöglicht rund um die Uhr einen 360-Grad-Blick auf die Patienten und ihre individuelle Krankenhistorie.

Auf der nächsten Seite: Intelligente Lösungen als Content Hub.

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