Interoperabilität im Gesundheitswesen

Effizienzsteigerung durch vernetzte IT und intelligente Content-Lösungen

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Konfigurierbare Schnittstellen

Damit ein reibungsloser Datenfluss gelingt, sollten IT-Lösungen in der Krankenhausinfrastruktur über offene, gut dokumentierte Schnittstellen verfügen. Gibt es Softwarelösungen, die bereits so alt sind, dass sie über keine modernen Schnittstellen mehr verfügen, sollte über eine Modernisierung der Altsysteme nachgedacht werden. Das Stichwort ist auch hier: Datensilos vermeiden. Zudem ist darauf zu achten, dass die gewählten Systeme und ihre entsprechenden Schnittstellen einfach konfigurierbar sind. Denn nur so ist die schnelle und einfache Anpassung an sich verändernde Anforderungen und Prozesse ohne Ausfallzeiten und Beeinträchtigungen der gesamten IT-Infrastruktur möglich.

Eine Single-Source-of-Truth

In Gesundheitseinrichtungen kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte, Systeme und Anwendungen zum Einsatz. Umso wichtiger ist es, dass an einem zentralen Punkt sämtliche Daten und Inhalte gebündelt werden. Früher bildete diese „Single-Source-of-Truth“ eine monolithische Enterprise Content Management-Plattform (ECM), auf der sämtliche Daten gespeichert wurden. Moderne und intelligente Content-Lösungen fungieren mittlerweile eher als ein Knotenpunkt, an dem sämtliche Lösungen über Schnittstellen „andocken“. Diese Integration hat gleich mehrere Vorteile: alle Daten werden in Echtzeit aktualisiert, Daten und Dokumente können systemübergreifend gesucht und bei Bedarf mit wenigen Klicks oder automatisiert einer Patientenakte hinzugefügt werden. Außerdem kann es die Integration von älteren oder sehr speziellen Lösungen in das gesamte IT-Ökosystem erleichtern. Für diese Lösungen muss dann nicht mehr eine Vielzahl von Schnittstellen für alle verknüpften Systeme entwickelt oder implementiert werden, sondern nur noch eine einzige mit der Content-Plattform.

Funktionen bündeln

Diese intelligenten Lösungen sind also nicht Datenspeicher, sondern multifunktionale Werkzeuge, die unter anderem als Content Hub agieren. Einfache Bearbeitung und sicheres Teilen von Inhalten sowie die Prozessautomatisierung, wie zum Beispiel das datenschutzkonforme Löschen alter Inhalte im Rahmen des Lifecycle-Managements, sind essenziell für effiziente Ende-zu-Ende-Prozesse. Werden diese Funktionalitäten innerhalb der Plattform genutzt, kann auch die Zahl der insgesamt eingesetzten Anwendungen und Systeme in der Organisation reduziert werden, was den Integrationsaufwand minimiert und Interoperabilitätsproblemen vorbeugt, bevor sie entstehen können.

Fazit

Interoperabilität ist eine technische Anforderung mit ganz praktischen Alltagsimplikationen für die Qualität der Patientenversorgung, das Stresslevel des medizinischen Personals und die Effizienz von Gesundheitseinrichtungen. Eine smart aufgesetzte IT mit einem durchdachten Content Management ist der Grundstein für reibungslose Prozesse. Maßnahmen wie das KHZG unterstützen Krankenhäuser und Kliniken zudem schon jetzt, die Weichen für eine digitale Zukunft des Gesundheitswesens zu stellen, die Hürden der Interoperabilität zu überwinden und eine hochwertige Patientenversorgung zu sichern.

Aaron Knott
ist Account Manager Healthcare Solutions DACH bei Hyland.

Bildquelle: Hyland

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