eHealth Summit 2025

Ein smartes und verlässliches Gesundheitssystem

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Sammlung an Forderungen

Stefanie Kemp, Vorstand und CTO der Sana Kliniken, fasste in ihrem Vortrag Nutzen, Risiken und Realität des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) zusammen und erarbeitete im Anschluss mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Liste mit Voraussetzungen für künftige Fördertöpfe und strategische Vorhaben. Auch dabei: Georg Woditsch, Leiter Referat Digitalisierung bei den Alexianern, der zuvor Input zu KHZG-Portalen, ePA und dem TI-Messenger gab.

Fördertöpfe und digitale Vorhaben

Folgende Aspekte sollten vonseiten der Krankenhäuser und Unikliniken beachtet werden:

• Organisationsentwicklung und Changemanagement einbinden
• Fokussierung oder sogar Neustart, „Wildwuchs zurückschneiden“
• Aktive Mitarbeit in Gremien
• Ausbildung in medizinischer Informatik ausbauen, um z. B. auf Augenhöhe mit Lieferanten verhandeln zu können

Folgende Aspekte sollten vonseiten der Politik beachtet werden:

• Fokus auf EINE digitale Identität
• Organisationskompetenz incentivieren
• Konsequente Einhaltung von Gesetzen
• Gesundheit und Prävention stärker in den Fokus rücken
• Intersektorale Zusammenarbeit als Zielvorgabe
• Daten-Interoperabilität
• Gesetze konsequent durchsetzen
• Transparenz bei der Vergabe

Auch das Thema IT-Sicherheit kam auf dem eHealth Summit nicht zu kurz. Dr. med. Michael von Wagner, CMIO bei der Uniklinik Frankfurt, Dr. Monika Walter, Leitung IT am Klinikum Bielefeld, und Michael Reez von Sophos zeigten anhand von Praxisbeispielen, was bei einem Cyberangriff zu tun ist und wie ein Krisenmanagement aufgestellt sein sollte.

Künstliche Intelligenz

Praktische Einblicke in die tatsächlichen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz kamen von Prof. Dr. Felix Nensa. Der Informatiker und Radiologe an der Uniklinik Essen brachte Erfahrungen aus der Radiologie als Blaupause mit und wagte auch einen Blick in die Zukunft. Die Universitätsmedizin Essen ist Vorreiterin der digitalen Transformation und hatte sich schon vor Jahren als Ziel gesetzt, das erste „Smart Hospital“ Deutschlands zu werden. Mittlerweile wird an verschiedenen Stellen KI eingesetzt, beispielsweise bei der Röntgendiagnostik, bei assistierten Operationen mit dem „Da Vinci“-System oder beim Einsatz digitaler Mikroskope oder Schnittscanner in der Pathologie. Alina Kukarina, Director von Deeply Human Innovation, plädierte im Anschluss an Nensas Vortrag an klare KI-Regeln und das Vertrauen sowohl in KI als auch in menschliche Stärken – ein Aspekt, den auch Nadja Pecquet, Leitung Virtuelles Krankenhaus RZV, ansprach. Die Frage „Wie viel Black Box ist im Gesundheitswesen akzeptabel?“ wurde ausführlich diskutiert und eingeordnet.

Viele und vielfältige Herausforderungen

Die eindrücklichste Keynote kam aber wohl von Dr. Benny Schulz. Der Oberstarzt und Referatsleiter beim Unterstützungskommando der Bundeswehr (Lage- und Führungszentrum), sprach über das Gesundheitslagebild in Deutschland und die Patientenversorgung und -steuerung im Falle eines Krieges. Auch hier kann Digitalisierung ein wichtiger Aspekt zur Lösung quantitativer Herausforderungen sein.

Das Gesundheitswesen stellt sich den Herausforderungen in ihrer Vielzahl und Vielfalt. Dazu gehört auch, die Prävention zu stärken. Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter für Gesundheit a. D. in Düssldorf und früherer Landes-CIO, hatte hierzu eine klare Meinung: Spricht man von eHealth, steckt die Gesundheit im Namen. Die Realität sieht laut Meyer-Falcke aber eher nach „eMedicine“ aus. Mehr Vorsorge, mehr Versorgungssicherheit, mehr „eGesundheit“ – diesen Appell konnten alle Anwesenden mittragen.

Rückblick in Bildern mit allen Speakern:

eHealth Summit 2025
Bildergalerie mit 34 Bildern

Podcast-Folge von „Healthcare Digital“ zum eHealth Summit:

(ID:50632913)

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