Telematikinfrastruktur Erster TI-Messenger zugelassen

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Die Telematikinfrastruktur stellt die Basis für eine moderne Gesundheitsversorgung dar. Der TI-Messenger von Famedly ist als Erster seiner Art zugelassen worden. Konkurrenzprodukte werden allerdings nicht lange auf sich warten lassen.

Die Telematikinfrastruktur wird mit Leben gefüllt.(©  MQ-Illustrations - stock.adobe.com)
Die Telematikinfrastruktur wird mit Leben gefüllt.
(© MQ-Illustrations - stock.adobe.com)

Der Markt für Komponenten, Module und Bausteine der Telematikinfrastruktur wächst kontinuierlich. Zertifizierte TI-Messenger gab es bislang allerdings noch keine. Die Lösung von Famedly hat den Zertifizierungsprozess der Gematik als erstes erfolgreich durchlaufen, in dem sich zahlreiche Mitbewerberfirmen noch befinden.

Die TI-Messenger werden von den Unternehmen auf Grundlage der Gematik-Vorgaben entwickelt. Im Marktmodell wird es viele Lösungen geben, die je nach Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer unterschiedlich zugeschnitten sein werden. Gemein haben alle TI-Messenger jedoch, dass sie interoperabel sind – also alle Nutzerinnen und Nutzer auf Basis eines gemeinsamen Standards miteinander kommunizieren können. Dafür sorgt die Referenz-Implementierung der Gematik. Diese prüft die Interoperabilität aller Messenger-Lösungen der jeweiligen Hersteller – eine zentrale Voraussetzung, um einander kontaktieren zu können.

Die Gründer von Famedly, Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz: „Mit der Zulassung unseres TI-Messengers gehen wir einen entscheidenden Schritt in die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Es war uns wichtig, eine Lösung auf den Markt zu bringen, die mehr als nur die tägliche Kommunikation erleichtert. Unser TI-Messenger erfüllt nicht nur die hohen Datenschutzanforderungen, sondern ist benutzerfreundlich und integrierbar in bestehende IT-Systeme, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.”

Der TI-Messenger wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut. In der ersten Phase können zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker miteinander sicher chatten und darüber Bild- und Audiodateien übertragen. Später soll der TI-Messenger Patienten sowie Krankenkassen zugänglich gemacht werden. Geplant ist, dass die TI-Messenger zukünftig auch Versorgungsprozesse unterstützen können, zum Beispiel das Terminmanagement. Darüber hinaus kann ein Messenger auch perspektivisch bei der Überweisung oder beim Aufnahme- und Entlassmanagement zum Einsatz kommen.

Der TI-Messenger wird nun in der Modellregion für digitale Gesundheit in Hamburg und Umgebung eingeführt und getestet, wie Dr. Florian Hartge, Geschäftsführer der Gematik, erklärt: „Die TI-Messenger ermöglichen es Praxisteams, Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen, Kurznachrichten auszutauschen, wodurch eine Echtzeitkommunikation ermöglicht wird.“ Dies erleichtere die direkte Kommunikation im Klinikalltag signifikant.

Die Gründer von Famedly, Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz, heben hervor, dass man mit der Zulassung ihres Messengers einen „entscheidenden Schritt“ in Richtung Digitalisierung des Gesundheitswesens gehe. Ihr TI-Messenger erfülle nicht nur hohe Datenschutzanforderungen, sondern sei darüber hinaus auch benutzerfreundlich und könne niederschwellig und nahtlos in bestehende Krankenhaus-IT-Systeme integriert werden. Das soll die Effizienz von Arbeitsprozessen steigern.

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