ABBYY-Studie Gesundheitsdienstleister investieren in KI-Lösungen

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

84 Prozent der Gesundheitsdienstleister haben im vergangenen Jahr ihre Investitionen in künstliche Intelligenz erhöht. Dabei flossen die Investitionen vornehmlich in den Back-Office-Bereich, um Verwaltungsaufgaben zu reduzieren. Kosteneinsparungen und zufriedenere Mitarbeiter sind die Folge, heißt es in einer Studie im Auftrag von ABBYY.

Offenbar profitieren Gesundheitsdienstleister aktuell monetär und personell besonders von der KI-Implementierung im Backoffice.(Bild:  Aliaksandr Marko - stock.adobe.com)
Offenbar profitieren Gesundheitsdienstleister aktuell monetär und personell besonders von der KI-Implementierung im Backoffice.
(Bild: Aliaksandr Marko - stock.adobe.com)

Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen konzentriert sich aktuell vor allem auf Verwaltungsaufgaben. Das zeigt eine neue Studie von Sapio Research im Auftrag von ABBYY, für die Gesundheitsdienstleister in den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt wurden. Demnach haben 59 Prozent der Einrichtungen in den vergangenen zwölf Monaten KI-Lösungen implementiert und durchschnittlich 300.000 Dollar dafür ausgegeben.

Die Investitionen zahlen sich offenbar aus: Fast ein Drittel der befragten Führungskräfte berichtet von gesunkenen Preisen für medizinische Dienstleistungen. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) verzeichnet eine schnellere Versorgung der Patienten. 43 Prozent stellen zudem eine Verbesserung ihrer Service-Qualität fest.

Besonders deutlich zeigen sich die Vorteile beim Überweisungsmanagement. Ein Gesundheitsdienstleister, der KI für die Überweisungsverwaltung einsetzt, berichtet, dass inzwischen 90 Prozent der Überweisungen ohne menschliches Zutun verarbeitet werden können. Und auch die Angestellten profitieren: Zwei Drittel derjenigen, die mit KI arbeiten, fühlen sich insgesamt zufriedener im Job. 43 Prozent gaben an, dass weniger gestresst zu sein, 37 Prozent berichten von einer besseren Work-Life-Balance. „Dies trug dazu bei, dass zwei Drittel der Mitarbeitenden das Gefühl hatten, interessantere und wertvollere Arbeit zu leisten – und langweilige und banale Aufgaben wie die Dateneingabe ihren KI-gestützten digitalen Assistenten überließen.“, heißt es in der Studie.

Die wirtschaftlichen Effekte sind offenbar ebenfalls nicht zu unterschätzen: 91 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre KI-Investitionen bereits amortisiert hätten. Bei 52 Prozent lag der Return-on-Invest (ROI) sogar beim Dreifachen der ursprünglichen Investitionssumme. Der Trend dürfte anhalten: 32 Prozent der befragten Einrichtungen verfolgen einen Zwei-Jahres-Plan bei der KI-Implementierung, 35 Prozent wollen über die kommenden drei bis fünf Jahre aktiv werden. In den nächsten zwölf Monaten stünden insbesondere das Kunden-Onboarding (44 Prozent), die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung (37 Prozent) und Verbesserungen im Kundenservice (37 Prozent) im Fokus.

(ID:50296688)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung