Studie von HelloBetter KI für mehr mentale Gesundheit?

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Finanzen, Politik, gesellschaftliche Spaltung: Die Sorgen der Deutschen sind laut einer Studie von HelloBetter seit 2023 unverändert groß. Kann künstliche Intelligenz helfen?

KI kann bei mentalen Problemen helfen – unter bestimmten Voraussetzungen.(Bild: ©  aicandy – stock.adobe.com)
KI kann bei mentalen Problemen helfen – unter bestimmten Voraussetzungen.
(Bild: © aicandy – stock.adobe.com)

54 Prozent der Befragten einer aktuellen HelloBetter-Studie haben Angst vor Inflation und steigenden Preisen. Es folgen Sorgen um die politische Lage im In- und Ausland (46 Prozent), die wachsende Spaltung der Gesellschaft (42 Prozent) und Altersarmut (39 Prozent). Die Dauersorgen können sich auf Körper und Psyche niederschlagen. Von Schlafproblemen bis hin zu Depressionen und Beziehungsproblemen reichen die genannten Folgeprobleme.

Wie HelloBetter ausführt, ist der Weg zur Diagnose einer psychischen Erkrankung steinig: Im Schnitt vergehen demnach knapp drei Jahre, bis sich Betroffene entschließen, professionelle Unterstützung zu suchen. Und auch die Wartezeit für Therapieplätze ist lang und liegt bei derzeit durchschnittlich eineinhalb Jahren.

Chatten mit der KI

Künstliche Intelligenz könnte hier ein Ausweg sein, zumindest als Überbrückung. 7 Prozent der Befragten gaben an, bereits ein KI-Chatprogramm genutzt zu haben, um über Sorgen oder Alltagsstress zu sprechen. Weitere 37 Prozent können sich das vorstellen. Besonders die jüngeren Generationen sind offen: In der Gen Z nutzen bereits 12 Prozent Chatbots, weitere 54 Prozent wären dazu bereit. Fast ein Viertel greift sogar fast täglich oder mehrmals täglich auf Chatbots zurück.

„KI kann Versorgungslücken überbrücken, die das Gesundheitssystem derzeit nicht auffängt. Gerade im präventiven Bereich fehlen Angebote. Hier kann KI einen entscheidenden Unterschied machen. Wichtig ist jedoch, dass psychologische Expertise und wissenschaftliche Evidenz im Mittelpunkt stehen“, sagt Dr. Alena Rentsch, Psychotherapeutin und Expertin für digitale Gesundheit bei HelloBetter.

Dies zeigen auch die Studienergebnisse. Den Menschen sind vor allem die Kostenübernahme durch Krankenkassen (67 Prozent), höchste Datenschutzstandards (65 Prozent), die Entwicklung durch Psychotherapeutinnen (63 Prozent) und eine wissenschaftliche Grundlage (62 Prozent) wichtig.

All diese Aspekte sind wichtig, sind doch Chatprogramme wie ChatGPT weder von Psychotherapeuten entwickelt noch folgen sie einer therapeutischen Strategie. Im Gegenteil: Die ständige Zustimmung und Verstärkung kann Probleme verfestigen, eine echte Reflexion findet nicht statt.

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