Kommunikation Patientenportalen gehört die Zukunft

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hängt in weiten Teilen von der Beteiligung der Patientinnen und Patienten ab. Moderne Patientenportale können sowohl den Behandelten als auch den Behandelnden gleichermaßen von Nutzen sein.

In Patientenportale können neben Patientendaten, Behandlungsergebnisse und Medikationsplänen auch Therapieempfehlungen oder E-Rezepte eingepflegt werden.(©  Suriyo - stock.adobe.com)
In Patientenportale können neben Patientendaten, Behandlungsergebnisse und Medikationsplänen auch Therapieempfehlungen oder E-Rezepte eingepflegt werden.
(© Suriyo - stock.adobe.com)

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Managementberatung 4C GROUP in Zusammenarbeit mit der Wiesbaden Business School (Hochschule Rhein-Main) zeigen, dass Patientenportale die Kommunikation zwischen Gesundheitseinrichtungen und Patienten erleichtern und teilweise sogar signifikant verbessern. Darüber hinaus können sie Mitarbeitenden neue Arbeitsmöglichkeiten bieten und sie spürbar in ihrem Alltag entlasten.

Im Rahmen der Studie, die den erwarteten Nutzungsgrad sowie die Mehrwerte und Potenziale von Patientenportalen beleuchtet hat, wurden im vierten Quartal 2023 Healthcare-Führungskräfte aus allen Bundesländern befragt. Dabei wurde festgestellt, dass die Mehrheit der Einrichtungen noch am Anfang der Implementierung steht.

Die Kommunikation mit den Patienten, vor allem in Bezug auf die Terminplanung, Terminverschiebungen sowie die Bereitstellung digitaler Informationen und Dokumente, wird durch die Nutzung von Patientenportalen als besonders nachhaltig bewertet.

Moderne Arbeitskonzepte steigern Mitarbeiterzufriedenheit

Dr. Manuel Iserloh, Geschäftsführer des Berliner Herstellers Polavis, kommentierte die Ergebnisse der Studie und betonte dabei, dass Patientenportale die Kommunikation im Gesundheitswesen über verschiedene Ebenen hinweg verbessern könnten.

Die Befragten würden besonders im Bereich der Terminanbahnung und Administration deutliche Verbesserungen durch die Einführung eines Patientenportals erwarten. 89 Prozent der Befragten prognostizierten eine konkrete Zeitersparnis von mehr als zwei Stunden pro Woche. Dies deute auf effizientere Klinikabläufe durch die Nutzung von Patientenportalen hin, stellte Iserloh dar.

Die Studie zeige laut des Polavis-Geschäftsführers weiterhin, dass die Einführung und Nutzung eines Patientenportals den Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten ermöglichen könne. Mehr als zwei Drittel erwarteten dabei zudem, in Zukunft ortsunabhängig zu arbeiten. Dies könnte die Attraktivität als Arbeitgeber in einem hart umkämpften Umfeld steigern und der gesamten Healthcare-Branche dienen.

Allerdings müssen Gesundheitseinrichtungen ihren Patienten die Nutzung des Portals erklären, um die Akzeptanz und Nutzung zu steigern. Eine umfassende Kommunikation sowie ein aktives Change Management sind entscheidend, um Mitarbeiter und Patienten durch diesen Transformationsprozess zu begleiten.

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