Telematikinfrastruktur Secunet: TI-Gateway kommt Ende Q3

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Secunet entwickelt gemeinsam mit Worldline ein TI-Gateway, wodurch sich die Leistungserbringer ohne einzelne Hardware-Konnektoren an die Telematikinfrastruktur anschließen können. Basis ist der secunet-Highspeedkonnektor – eine serverbasierte Lösung.

Markus Linnemann erklärte auf der DMEA am Stand von secunet, wie das TI-Gateway funktioniert.(©  VIT/Susanne Ehneß)
Markus Linnemann erklärte auf der DMEA am Stand von secunet, wie das TI-Gateway funktioniert.
(© VIT/Susanne Ehneß)

Auf der diesjährigen Gesundheits-IT-Messe DMEA herrschte Konsens, dass das TI-Gateway der nächste, wichtige Schritt rund um die Telematikinfrastruktur (TI) darstellt. Darunter auch das Unternehmen, das sich in der Vergangenheit einen Namen mit Hardware-Konnektoren machte: Secunet. Nun entwickelt der Hersteller in Kooperation mit Wordline – Anbieter von Kartenterminals und Konnektivitätsplattformen – ein TI-Gateway.

„Das TI-Gateway entspricht der heutigen Logik von Technik und wird es für die meisten Anwender deutlich einfacher machen, weil es für jeden Leistungserbringer einfach erreichbar ist“, sagt Markus Linnemann von secunet. Zumal biete es „maximale Flexibilität“.

Herzstück des TI-Gateways ist der von secunet entwickelte Highspeedkonnektor Version 2.0 (HSK). Für die erste Version hat das Unternehmen im Dezember 2023 bereits die Zulassung erhalten – diese ist insbesondere für große Einrichtungen wie Krankenhäuser gedacht. Erst in der Version 2.0 kann des HSK im TI-Gateway eingesetzt werden.

Gemeinsam mit weiteren Komponenten wird der HSK 2.0 die Grundlage für das TI-Gateway bilden. Mit der Zulassung für die HSK-Version des TI-Gateways rechnet secunet für das dritte Quartal 2024.

„Der Konnektor war immer schuld“

„Ab dem TI-Gateway wird der TI-Anschluss vom Hardware-Geschäft zum Service-Geschäft“, erklärt Markus Linnemann im Gespräch mit Healthcare Digital. Den klassischen Konnektor beim Leistungserbringer brauche es dann nicht mehr, aber er kann natürlich weiterhin verwendet werden. Dass der Konnektor in den vergangenen Jahren häufig für Frust bei den Nutzern sorgte, ordnet Linnemann ein: „Wenn etwas nicht funktioniert hat, war immer der Konnektor schuld. Was auch verständlich ist, denn der Konnektor ist das, was physisch zu sehen ist. Selbst wenn eine Fehlermeldung auf dem Konnektor zu sehen war, dass die TI nicht erreichbar ist – der Konnektor war schuld.“

Hinzukomme, dass mit den ersten Anwendungen (VSDM) auf dem Konnektor etwas entwickelt und gebaut wurde, was nicht auf Gegenliebe stieß. „Es war eine schwierige Reise, zu Beginn etwas anzubieten, von dem klar wurde, dass der Nutzen für den Leistungserbringer vorerst gering ist und er das eigentlich gar nicht haben will“, sagt Linnemann. Der Ansatz beim aktuellen Highspeedkonnektor und dem TI-Gateway ist daher ein anderer, hier werden die Bedarfe der Nutzer gezielt im Vorfeld abgefragt – und mit der ePA4all, dem eRezept und Co. ist der Nutzen offensichtlich.

„Wir müssen uns weiterhin an die Spezifikationen halten, aber werden viel flexibler in der Ausgestaltung des TI-Gateways, um den Kundennutzen exakt zu treffen und ein gutes Produkt zu bauen“, sagt Linnemann. Dazu sei secunet als Hersteller im intensiven Austausch mit den Softwareherstellern, Verbänden, Arztpraxen und Apotheken.

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