Messenger für das Gesundheitswesen TI-Messenger: Kommunikation für alle

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Der TI-Messenger ermöglicht eine ortsunabhängige Kommunikation zwischen allen Gesundheitsberufen. Auch Patientinnen und Patienten können ab sofort den Messenger für den Austausch mit Heilberuflern und Krankenkassen nutzen.

Der TI-Messenger kann nun auch für die Kommunikation zwischen Patient und Ärztin genutzt werden.(Bild: ©  Vesclard - stock.adobe.com)
Der TI-Messenger kann nun auch für die Kommunikation zwischen Patient und Ärztin genutzt werden.
(Bild: © Vesclard - stock.adobe.com)

Der TI-Messenger ist ein Kurznachrichtendienst für den medizinischen Alltag, der von der gematik entwickelt und 2021 erstmals vorgestellt wurde. Ob Austausch über Laborbefunde, Medika­tion, Rückrufbitte oder Broadcast-Nachricht an alle internen Mitarbeiter: Wie bei Whatsapp & Co. können Nachrichten schnell und ortsunabhängig verschickt werden, aber beim TI-Messenger sind die Daten mehrfach vor dem Zugriff durch Dritte geschützt.

Automatisches ePA-Update

Zum 15. Juli 2025 wurde der TI-Messenger in die elektronische Patientenakte (ePA) aufgenommen. Dazu gibt es ein automatisches Update für die ePA, sodass die Versicherten nichts weiter tun müssen. „Versicherte, die sich bereits für ihre ePA-App registriert haben, sehen dann neben dem Reiter ‚ePA‘ auch den Reiter ‚Chat‘ beziehungsweise ‚Messenger‘. Bezeichnung und auch Darstellung können von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren“, erklärt die Gematik. Diese „TI-M ePA“ dürfte die Kommunikation zwischen Arzt und Patient auf eine neue Stufe heben.

Für den Austausch zwischen den Akteuren in der Gesundheitsversorgung läuft der TI-Messenger schon länger. Über den „TI-M Pro“ genannten Dienst können Heilberufler und Kostenträger anbieter- und sektorenübergreifend miteinander kommunizieren. Im April 2024 gab es die erste Anbieter- und Produktzulassung, aktuell sind sieben Unternehmen gelistet, weitere befinden sich im Zulassungsverfahren. „Wir erhalten positives Feedback von allen Gesundheitseinrichtungen, die den TI-Messenger nutzen“, heißt es von der gematik. Der TI-Messenger Pro sei auch weiterhin eine freiwillige Anwendung für Leistungserbringer und werde sich daher schrittweise verbreiten. „Ein hohes Interesse besteht aktuell vor allem in regionalen Versorgungsnetzwerken“, erläutert die gematik. „Dort verständigen sich Einrichtungen auf eine gemeinsame Einführung des TI-Messengers als Kommunikationskanal – anstatt über das Telefon, Fax oder E-Mail zu kommunizieren.“

Anders als bei Whatsapp, Signal & Co

Stichwort Interoperabilität: Die Gematik hat verschiedene TI-Messenger-Lösungen zugelassen, doch letztlich ist es für die Nutzenden unerheblich, für welchen Anbieter sie sich entscheiden. Anders als bei Whatsapp, Signal & Co. sind die verschiedenen Systeme untereinander dialog­fähig und greifen auf ein gemeinsames Adressverzeichnis zu.

Das ist möglich, da als technische Grundlage der dezentrale, offene Matrix-Standard genutzt wird. Die Open-Source-Anwendung wird auch in zahlreichen anderen Anwendungsfeldern eingesetzt, beispielsweise beim Messenger der Bundeswehr oder beim souveränen Arbeitsplatz „openDesk“ für die öffentliche Verwaltung.

Matrix

Weitere Informationen zum Matrix-Standard gibt es auf der Website von Element.

Infos zu Matrix

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