Telematikinfrastruktur 2.0

Eine neue Ära der vernetzten Gesundheitsversorgung

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Umsetzungsstrategien und Ausblick

Für eine erfolgreiche Integration in die TI 2.0 ist es für Gesundheitsversorger unerlässlich, eine gründliche Bedarfsanalyse durchzuführen und bestehende Arbeitsabläufe zu optimieren. Nur so können Prozesse identifiziert werden, die von einer Digitalisierung besonders profitieren würden. Gleichzeitig bietet sich die Chance, ineffiziente Abläufe zu verbessern und an die neuen digitalen Möglichkeiten anzupassen.

Die Einführung neuer Technologien erfordert zudem umfassende Schulungsmaßnahmen für alle Mitarbeitenden. Ein gut durchdachtes Change-Management-Konzept kann dazu beitragen, Ängste und Widerstände abzubauen und die Akzeptanz für die neuen Systeme zu erhöhen. Hierbei sollten insbesondere die Vorteile für den Arbeitsalltag und die Patientenversorgung herausgestellt werden. Eine schrittweise Einführung der neuen TI-Komponenten kann helfen, Überforderung zu vermeiden und frühzeitig Anpassungsbedarf zu erkennen.

TI 2.0 kann auch einen Beitrag zur Bewältigung der anhaltenden Personalknappheit im Gesundheitswesen leisten. Durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und die Reduzierung redundanter Tätigkeiten ermöglicht sie jedem einzelnen Mitarbeitenden, effizienter zu arbeiten. Dies führt nicht nur zu einer Entlastung des vorhandenen Personals, sondern kann auch dazu beitragen, die Versorgungsqualität trotz Fachkräftemangels aufrechtzuerhalten oder sogar zu verbessern. Die gewonnene Zeit kann für die direkte Patientenversorgung genutzt werden, was sowohl die Zufriedenheit der Patienten als auch die der Mitarbeitenden der Gesundheitsversorger steigern kann.

Zukunftsweisende Technologien wie Künstliche Intelligenz könnten in einer weiterentwickelten TI neue Möglichkeiten eröffnen – von der Unterstützung bei der Diagnosestellung bis hin zur personalisierten Therapieplanung. Auch das Potenzial von Telemedizin und Remote-Monitoring könnte durch eine ausgereifte TI 2.0 besser ausgeschöpft werden, was insbesondere für die Versorgung in ländlichen Gebieten von großer Bedeutung wäre.

Die Herausforderungen sind zweifellos groß, doch die Chancen, die sich durch eine umfassend vernetzte und digitalisierte Gesundheitsversorgung ergeben, überwiegen bei weitem. Mit der richtigen Herangehensweise und dem Engagement aller Beteiligten kann die TI 2.0 zu einem Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Gesundheitssystems werden. Die TI 2.0 ist damit mehr als nur ein technologisches Upgrade – sie ist ein Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitssystems im digitalen Zeitalter.

Der Autor

Oliver Neufuß, Head of eHealth Germany bei Worldline und CEO der Worldline Healthcare GmbH. Seit August 2024 verantwortet Oliver Neufuß alle Aktivitäten der Worldline Gruppe zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens sowohl im Umfeld der Kostenträger als auch der Leistungserbringer.

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