Laut Daten des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) leiden in Deutschland etwa 392 von 10.000 Einwohnern an einer Herzinsuffizienz. Um diesen Patientinnen und Patienten ein weitestgehend „normales“ Leben zu ermöglichen, wurde in Hamburg ein Projekt zur telemedizinischen Überwachung ins Leben gerufen. Es ist nicht das erste seiner Art.
Via Telemedizin können medizinische Parameter und Vitalwerte beinahe ortsunabhängig an die entsprechenden Fachärzte übermittelt werden.
Die Barmer und die Asklepios Kliniken Hamburg erweitern gemeinsam die telemedizinische Versorgung von Herzpatienten im Großraum Hamburg. Dies soll die Integration von Patienten mit schwerer chronischer Herzinsuffizienz in das Fernüberwachungsprogramm erleichtern. Das Ziel besteht darin, eingeschränkte Herzleistungen durch eine gezielte Überwachung der Herzfunktion frühzeitig zu erkennen. Dadurch sollen Krankenhausaufenthalte oder deren Dauer verringert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Diese Zusammenarbeit wird durch einen Selektivvertrag zwischen der Barmer und den Asklepios Kliniken Hamburg ermöglicht. Dieser ist einem ähnlichen Vertrag zwischen der Krankenskasse und der Berliner Charité für Brandenburg nachempfunden, welcher bereits seit über drei Jahren erfolgreich besteht.
Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein
Um an dem Programm teilzunehmen, müssen die Patienten an einer diagnostizierten chronischen Herzinsuffizienz leiden, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Zudem müssen sie gemäß den Leitlinien behandelt werden und ihre Monitoring-Daten problemlos übertragen können. Die Schulung der Patienten erfolgt im Vorfeld durch niedergelassene Kardiologen, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen sowie spezialisierte Ambulanzen und Hausärzte.
Im Rahmen der telemedizinischen Betreuung übermitteln teilnehmende Patienten mit Herzinsuffizienz täglich verschiedene verschlüsselte Parameter elektronisch an das Telemedizin-Zentrum der Asklepios Gruppe. Dieses Zentrum ist an der Asklepios Klinik Nord–Heidberg angesiedelt und wird von allen kardiologischen Kliniken der Gruppe unterstützt. Bei Feststellung auffälliger Werte erfolgt eine Rückmeldung an den behandelnden niedergelassenen Kardiologen. Dieser bespricht dann mit dem Patienten die entsprechenden Therapieoptionen.
Im Falle akuter Ereignisse steht auch eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Patienten im Raum, der in einem weiteren Schritt für tiefergehende Untersuchungen entweder eine Klinik oder seinen niedergelassenen Kardiologen aufsuchen kann. Die kontinuierliche Überwachung an sieben Tagen in der Woche ermöglicht ein rechtzeitiges Eingreifen bei sich abzeichnenden Veränderungen. Dies erlaubt es den Patienten, trotz ihrer Erkrankung in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und sich – bei Bedarf – stationär oder ambulant behandeln zu lassen.
„Die Patienten wissen, dass sie optimal betreut werden“
Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Hamburg, betont die Bedeutung dieses Selektivvertrags: „Der Vertrag mit Asklepios ist ein wichtiger Bestandteil für die bestmögliche Versorgung unserer Versicherten.“ Professor Dr. Stephan Willems, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin der Asklepios Klinik St. Georg, unterstreicht die erhöhte medizinische Sicherheit, die die telemedizinische Überwachung für die Patienten mit Herzinsuffizienz bietet. Professor Dr. Alexander Ghanem, Chefarzt der Kardiologie in der Asklepios Klinik Nord–Heidberg, erklärt, dass die tägliche Überwachung es ermöglicht, sofort zu handeln, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert.
Joachim Gemmel, COO der Asklepios Kliniken, sieht in diesem Versorgungsmodell eine strategische Richtung für die Zukunft: „Dieser Vertrag ist zukunftsweisend, weil er für alle Beteiligten von Vorteil ist. Die Patienten wissen, sie werden optimal betreut, die Vermeidung von Komplikationen und Notfällen erspart der Barmer vermeidbare Ausgaben, niedergelassene Ärzte können ihre Patienten mit weniger Aufwand in das Programm aufnehmen lassen und Asklepios kann den Wert der telemedizinischen Betreuung in der Praxis belegen.“ Die telemedizinische Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten wurde bereits in einem Forschungsprojekt mit dem Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin der Charité in Berlin getestet. Die Studie ergab, dass sie zu weniger und kürzeren Krankenhausaufenthalten sowie einer Verringerung der Mortalität führt.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.