Herzdiagnostik digitalisieren Digitale EKGs in den Vivantes-Kliniken

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Was ändert sich, wenn EKGs digital erfasst und weitergegeben werden? Bei den Vivantes-Kliniken zeigen sich nach knapp einem Jahr klare Verbesserungen: rund 60 Prozent mehr Dokumentationen im KIS, bei über 120.000 digitalen Untersuchungen in zwei Quartalen.

Papier für 120.000 EKGs wurde an den Vivantes-Kliniken in einem halben Jahr eingespart. Das entspricht einem Stapel von 32 Metern – höher als das Brandenburger Tor. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Papier für 120.000 EKGs wurde an den Vivantes-Kliniken in einem halben Jahr eingespart. Das entspricht einem Stapel von 32 Metern – höher als das Brandenburger Tor.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Keine Kaffeeflecken mehr auf den EKG-Ausdrucken – das ist der humorvolle Nebenbefund nach der Digitalisierung der Herzdiagnostik in den Berliner Vivantes-Kliniken. Im Mai 2025 begann Vivantes mit der Installation digitaler 12-Kanal-Ruhe-EKGs (Elektrokardiogramme) in den zentralen Notaufnahmen und kardiologischen Bereichen. Inzwischen sind 110 Geräte im Einsatz: Statt eines Papierausdrucks werden die Daten direkt ins KIS (Krankenhausinformationssystem) übertragen und stehen Ärztinnen und Ärzten sofort zur Verfügung. Diese können von jedem Arbeitsplatz aus mit digitalen Tools, etwa einem Viewer, auf die Daten zugreifen und Messungen vornehmen.

„Früher erzeugten wir viele Ruhe-EKGs auf Papier, die sich im klinischen Alltag nicht immer konsequent in strukturierte Befundprozesse und die digitale Dokumentation überführen ließen. Heute überträgt das System jede Untersuchung automatisch in das Krankenhausinformationssystem, sodass unsere Ärztinnen und Ärzte sie sofort sehen und befunden können“, verdeutlicht Prof. Dr. Stephan Kische, Sprecher Medical Board Kardiologie bei Vivantes und Chefarzt der Klinik für Kardiologie und konservative Intensivmedizin am Vivantes Klinikum im Friedrichshain.

Die Dokumentation der befundeten EKG im KIS erhöhte sich um rund 60 Prozent. Dass die Ergebnisse im gesamten Kliniknetzwerk standortübergreifend verfügbar sind, erleichtert die interdisziplinäre Zusammenarbeit, aber auch die Kooperation mit anderen Kliniken oder Ärzten.

Pro Tag zeichnen die Vivantes-Kliniken mehr als 700 digitale Ruhe-EKGs auf. Die Digitalisierung spart nicht nur Zeit, sondern auch Papier. Allein im zweiten Halbjahr 2025 summierten sich die digitalen Untersuchungen auf 120.000. Ausgedruckt hätte das einen Papierstapel von 32 Metern ergeben – höher als das Brandenburger Tor.

Die digitalen EKG-Daten sollen künftig auch neue Anwendungen ermöglichen wie etwa KI-gestützte Auswertungen.

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