Im weiteren Verlauf stellten zwei Arbeitskreise die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Der AK zur Referenzarchtiktektur kam zum Schluss, dass diese Art der IT-Architektur durchaus Potenzial innehabe. Auch in einem Stimmungsbild, das im Rahmen der Veranstaltung durch eine Online-Umfrage eingefangen wurde, sahen rund 60 Prozent der Teilnehmenden das Potenzial. Jedoch wurde auch die Balance zwischen Aufwand und nutzen, sowie die Definition der verwendeten Begrifflichkeiten, als Schwierigkeiten identifiziert. So sehe man die Möglichkeiten der Referenzarchitektur, habe jedoch auch Respekt vor der Dicke des Bretts, hieß es von Seiten des Arbeitskreises.
Ein Blick zu den holländischen Kollegen könnte dabei eine Chance für Deutschland darstellen. Die dortige Krankenhaus-Referenzarchtiktur ZiRA dient dazu, die Bestandsaufnahme, Entwicklung und Innovation der Krankenhaus-IT zu erleichtern und ist bereits erfolgreich.
Dr. Frank Oemig, Cerner Health Services Deutschland und Teil der Gruppe Standardisierungs- und Normungsorganisation, fasst deshalb zusammen: „Die Erstellung einer solchen Referenzarchitektur ist ein iterativer Prozess, der vielleicht über mehrere Jahre gehen wird aber auch schon kurzfristig erste Ergebnisse liefern kann.“ So seien etwa die Etablierung einer Community, die Definition der Begrifflichkeiten sowie von ersten Szenarien, die Handeln erfordern, erste Schritte, die in nicht allzu ferner Zukunft angegangen werden könnten. Und auch der Blick nach Holland sowie die Nutzung von Erfahrungen unserer Nachbarn, könne zeitnah umgesetzt werden.
Auch der Arbeitskreis Fachanwender Journey Onkologie konnte positive Ergebnisse präsentieren. Der AK befasste sich mit intersektoralem und interproffessionellem Blick mit Prozessen der Onkologie. Der Hauptfokus lag dabei auf dem Thema Lungenkarzinom.
Ziel des Kreises war es, analoge und digitale Schnittstellen entlang der gesamten Anwender-Journey aufzubereiten.Dazu wurde ein Katalog onkologischer Datenelemente (KOD) erstellt, der als Core Data Set fungierte. Durch eine systematische Standardisierung der Datenelemente konnte anschließend eine zentrale Stelle für ein durchegehendes Versionsmanagement des Katalogs eingerichtet werden. Dabei stellte der AK fest, dass die Terminologie von der von Datensatzverschreibung losgelöst werden muss.
Künftig sollten so benötigte onkologische Datenelemente ausgeschrieben und pilotiert werden. Jedoch unter Berücksichtigung, dass es bereits Elemente gibt, die nicht neu entwickelt, sondern nur harmonisiert werden müssen.
IOP-Roadmap: (Fast) Halbzeit
Zur Halbzeit der IOP-Roadmap gab Jörg Studzinski, Projektleiter für Digitalisierung im Verbund der AGAPLESION Mitteldeutschland und Vertreter der Fachgesellschaften im Interop Council, einen Überblick über die Maßnahmen im ersten Jahr. Direkt zu Beginn betonte er dabei: „Die Roadmap bleibt weiterhin unser Arbeitsprogramm. Es ist jetzt Zeit für uns, sich die zweite Hälfte anzuschauen, mit Themen zu bestücken und bestehende Projekte zu repriorisieren.“
Das sei wichtig um auf aktuelle Änderungen auf dem Markt, im Gesundheitssystem und geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen reagieren zu können und so auch dem technischen Fortschritt sowie Nutzeranforderungen gerecht zu werden. Schließlich biete die Roadmap nur so die Möglichkeit, die Fachöffentlichkeit, den Expertenkreis und anderen Interessierten so die nötige Transparenz zu bieten und so Synergien zu schaffen.
Bei der Wahl der Themen sei käme es besonders darauf an, Maßnahmen zu wählen, die mit den aktuellen personellen und finanziellen Ressourcen umsetzbar seien.
In einem weiteren Tagespunkt wurden zudem die neuen Mitglieder des Councils vorgestellt. Jedes der bisherigen Mitglieder erhält so einen Stellvertreter, um die Kraft des Councils zu erweitern, Meinungen und Unterstützung einzubringen und auch um Arbeitskreise zu leiten. Bisher noch nicht vorgestellte neue Mitglieder sind:
Dr. Kai Heitmann, Geschäftsführer HL7 Deutschland, selbständiger Berater, als Stellvertreter der Standardisierungs- und Normungsorganisationen und
PD Dr. Simone Wesselmann, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., als Stellvertreterin der Fachgesellschaften.
Zuletzt stand die frage im Raum, wie das durch den Council in den Arbeitskreisen gewonnene Wissen in die Anwendergruppen transportiert werden könne. Eine Online-Befragung zeigte, wider Erwarten einiger Mitglieder, dass das gemeinsame Explorieren etwa in Workshops oder moderierten Diskussionsrunden dem Selbststudium mit Workbooks oder Podcasts vorgezogen wurde.
Stand: 08.12.2025
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Dr. Kai Haitmann kommentierte dazu: „Ich glaube, dass Zielgruppengerichtete Angebote ganz wichtig sind. Wir müssen wissen, für wen wir das machen.“ Zudem müsse der Fokus auf moderne Lösungen gelegt werden.
Die Veranstaltung abschließend resümierte Dr. Sylvia Thun: „Wir wissen, es ist viel viel zu tun. Es ist nicht einfach, aber es geht.“