Zielbild Digitales Gesundheitsamt 2025 Hamburg stärkt die Digitalisierung im ÖGD

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Hamburg hat die Vorhaben zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in einer koordinierten Ländermaßnahme gebündelt und berichtet über Pläne und erste Umsetzungen.

Zum geplanten Serviceangebot des ÖGD gehört ein digitales Terminmanagement, das die einfache Terminbuchung für Schuleingangsuntersuchungen ermöglicht.(© New Africa – stock.adobe.com)
Zum geplanten Serviceangebot des ÖGD gehört ein digitales Terminmanagement, das die einfache Terminbuchung für Schuleingangsuntersuchungen ermöglicht.
(© New Africa – stock.adobe.com)

Im Rahmen des „Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ fördert der Bund bis 2026 die Digitalisierung der Gesundheitsämter – orientiert an einem eigens entwickelten Reifegradmodell mit den acht Dimensionen: Digitalisierungsstrategie, Mitarbeitende, IT-Sicherheit, Prozessdigitalisierung, IT-Bereitstellung, Bürger:innenzentrierung, Zusammenarbeit sowie Software, Daten und Interoperabilität. Die Evaluierung erfolgt jeweils zum Jahresende.

Ausgehend von einer guten Ausgangsbasis in den Bereichen IT-Bereitstellung, IT-Sicherheit und Digitalisierungsstrategie bei der ersten Reifegradmessung wird in Hamburg eine zentral koordinierte Ländermaßnahme umgesetzt – das Projekt „Digitales Gesundheitsamt 2025 in den Hamburger Einrichtungen des ÖGD“ integriert mit den Gesundheitsämtern der Bezirken, dem Institut für Hygiene und Umwelt, Gesundheitsamt und Sozialbehörde alle wesentlichen Institutionen. Aufgeholt werden soll insbesondere in den Bereichen Prozessdigitalisierung, Mitarbeitende und Bürgerzentrierung. Die Einrichtungen des Hamburger ÖGD sollen stärker digital vernetzt sowie der digitale Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen erleichtert werden. Diese Umsetzung erfolgt iterativ, damit, „u. a. weitere Digitalisierungspotenziale während des Prozesses berücksichtigt werden können, erste Maßnahmen sind einer Meldung der Sozialbehörde zufolge bereits umgesetzt.

So werden im Rahmen des Projekts interne Prozesse überprüft, standardisiert und durch digitale Lösungen unterstützt, zum Beispiel durch die (geplante) Softwarelösung für die Wohn-Pflege-Aufsicht und eine elektronische Aktenführung in den Gesundheitsämtern. Mitarbeitenden soll in Zusammenarbeit mit der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen ein Weiterbildungs- und Schulungsangebot zur Erweiterung ihrer digitalen Kompetenzen bereitgestellt werden.

Das Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger soll unter anderem durch folgende Maßnahmen verbessert werden:

  • ein Online-Meldeportal gemäß dem Masernschutzgesetz (§ 20 IfSG), das bereits produktiv gesetzt wurde.
  • Ein Digitales Terminmanagementsystem (DTMS) soll digitale Terminbuchungen für Schuleingangsuntersuchungen im Gesundheitsamt ermöglichen. Das DTMS wird derzeit im Bezirksamt Harburg pilotiert.
  • Die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (früher: Gesundheitszeugnis) soll voraussichtlich ab dem Frühjahr 2025 auch online durchgeführt und der entsprechende Nachweis ausgestellt werden können.

Über die Finanzierung des Förderprogramms hinaus sind aber auch weitere Digitalisierungsvorhaben im ÖGD der Hansestadt in der Umsetzung, dazu gehört der Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI). Wie die Sozialbehörde meldet, werde Hamburg nach derzeitigem Stand als erstes Bundesland mit allen Gesundheitsämtern angeschlossen sein und die TI-Anwendung Kommunikation im Medizinwesen (KIM) einsetzen können.

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