ePA in der Praxis KBV startet Online-Umfrage zur elektronischen Patientenakte

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will es genau wissen: Dreieinhalb Monate nach der verpflichtenden ePA-Einführung startet eine bundesweite Online-Befragung zur Praxistauglichkeit. Während technische Störungen und fehlende Softwaremodule den Alltag vieler Praxen belasten, soll das Feedback der Ärzteschaft konkrete Verbesserungen anstoßen.

Die KBV hofft auf praxisnahes Feedback zur elektronischen Personalakte.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die KBV hofft auf praxisnahes Feedback zur elektronischen Personalakte.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Online-Umfrage zur elektronischen Patientenakte gestartet. Ärzte und Psychotherapeuten können bis zum 25. Januar ihre Erfahrungen mit der seit Oktober 2025 verpflichtend einzusetzenden ePA mitteilen. Die Befragung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt: Laut aktuellen KBV-Erhebungen kämpfen drei Viertel der Praxen mit technischen Störungen beim Dokumenten-Upload oder beim Zugriff auf die digitalen Akten.

Im Fokus der fünf- bis zehnminütigen Umfrage stehen praktische Aspekte der täglichen Arbeit. Die KBV fragt nach den am häufigsten genutzten Funktionen und deren Nutzen für den Praxisalltag. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Integration in die Praxisverwaltungssysteme. Wie zufrieden sind die Praxen mit dem Hochladen von Dokumenten? Wie gut funktioniert die Eingabe von Metadaten? Wie effizient läuft die Suche in den digitalen Akten? Die KBV will außerdem wissen, wie oft technische Störungen das Einstellen oder Herunterladen von Dokumenten verhindern.

Für IT-Entscheider in Arztpraxen eröffnet die Umfrage somit die Gelegenheit, technische Problemen und Verbesserungsvorschläge zu melden und so die weitere Entwicklung der ePA-Integration direkt zu beeinflussen. Die Befragung läuft noch bis zum 25. Januar 2025 und ist über die KBV-Website zugänglich. „Bitte nehmen Sie an der kurzen Befragung teil“, appelliert Dr. Sibylle Steiner, Vorstandsmitglied der KBV, an die niedergelassenen Kollegen. Die Ärztin betont die Bedeutung des Feedbacks: „Ihr Feedback ist wichtig, um die elektronische Patientenakte praxistauglicher zu gestalten.“

Die technische Realität in den Praxen gibt Steiners Appell Nachdruck. Ein Fünftel der Praxen verfügt noch immer nicht über die erforderlichen Softwaremodule für ihre Praxisverwaltungssysteme. Einige PVS-Anbieter haben Nachlieferungen erst für das vierte Quartal 2025 angekündigt. Die Telematikinfrastruktur zeigt sich ebenfalls störanfällig. Am 1. Oktober 2025, dem Tag der verpflichtenden Einführung, legte eine IBM-Komponente die ePA für Millionen Versicherte großer Krankenkassen lahm.

Die Umfrageergebnisse sollen direkt in Verhandlungen einfließen. Die KBV plant, mit den Erkenntnissen sowohl an die Hersteller der Praxissoftware als auch an politische Entscheidungsträger heranzutreten. Ziel ist es, notwendige Weiterentwicklungen gezielt voranzubringen und die technischen Probleme zu lösen, die den Praxisalltag belasten.

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