Patientenversorgung Mehr Ärzte setzen auf digitale Sprechstunde in Sachsen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Zum Arzt gehen, ohne die Praxis zu betreten – in der Pandemie war das Alltag. Danach ging die Zahl der Videosprechstunden zunächst zurück. Doch wie häufig wird das Angebot heute noch genutzt?

Hausärztinnen, Fachärzte für Innere Medizin und Psychotherapeuten nutzen die digitale Sprechstunde am häufigsten. (Bild: ©  agenturfotografin – stock.adobe.com)
Hausärztinnen, Fachärzte für Innere Medizin und Psychotherapeuten nutzen die digitale Sprechstunde am häufigsten.
(Bild: © agenturfotografin – stock.adobe.com)

Per Videosprechstunde ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen, das ist in Sachsen wieder etwas verbreiteter geworden. Nach einem Rückgang in den Jahren nach der Corona-Pandemie stieg die Zahl der abgerechneten Videosprechstunden zuletzt wieder an, wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen auf Anfrage mitteilte.

2021 gab es in Sachsen rund 67.600 solcher Patientenkontakte. Im darauffolgenden Jahr waren es nur noch knapp 51.900, 2023 dann rund 56.600. Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl auf 73.600. Für 2025 liegen derzeit noch keine validen Daten vor.

Comeback der digitalen Sprechstunde

Zum Jahresende 2024 hatten laut der Kassenärztlichen Vereinigung rund 3.058 Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und -therapeuten eine Genehmigung für die Durchführung von Videosprechstunden, Ende August 2025 waren es bereits 3.096. Unter ihnen sind 694 Hausärzte und 1.278 Psychotherapeuten.

Besonders genutzt wird die Videosprechstunde den Angaben zufolge von Hausärzten, Fachärzten für Innere Medizin sowie Psychotherapeuten. „In der Gruppe der Fachärzte für Urologie wird die Videosprechstunde aktuell noch am wenigsten genutzt“, hieß es. Eine Auswertung nach Landkreisen und kreisfreien Städten wird nicht vorgenommen.

Investitionen lohnen sich – trotz Hürden

„Die steigende Nutzung durch die Praxen zeigt, dass immer mehr Ärzte und Psychotherapeuten bereit sind, die Videosprechstunde in den Praxisalltag zu integrieren“, erklärte die KV. Zwar seien damit Investitionen, Weiterbildungen und technischer Aufwand verbunden, die gestiegenen Zahlen zeigten aber einen Trend, nach dem immer mehr Praxen das Angebot im Interesse der Patienten einsetzten.

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