Gesundheitswesen

Quo vadis, Telematikinfrastruktur?

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Ein TI-Gateway wird auch von eHealth Experts (ehex) entwickelt. „Die Evolution der Konnektoren geht klar zum TI-Gateway“, sagt Frédéric Naujokat, Geschäftsführer bei eHealth Experts. Sein Unternehmen hat seinerzeit gemeinsam mit secunet den ersten Konnektor entwickelt. Damit das TI-Gateway nicht die gleichen technischen Probleme verursacht wie der Hardware-Vorgänger, wird im Vorfeld auf Herz und Nieren getestet – im Klinikum Ingolstadt, bei zwei Dialyse-Ambulanzen, zwei Arztpraxen und einer Pflegeeinrichtung. Der Test verläuft bislang positiv. „Echte Probleme oder Rückschläge sind uns dabei nicht begegnet“, sagt Naujokat. „Natürlich gibt es noch kleinere Unklarheiten, über die wir im Moment mit der Gematik sprechen. Das ist aber keine Überraschung, denn schließlich ist das Pionierarbeit, die hier geleistet wird.“

Pionierarbeit, die sich offenbar lohnt. „Von den Leistungserbringern in unserem Friendly User Test hören wir, dass die Geschwindigkeit und die Stabilität des TI-Gateways in einer ganz anderen Liga spielen als bei den Einbox-Konnektoren“, ­erläutert Naujokat. „Tatsächlich zeigen unsere Daten, dass das TI-Gateway rund 100-mal schneller ist.“ Dadurch könnten die Anwenderinnen und Anwender problemlos auch mehrere TI-Anwendungen gleichzeitig nutzen. „Es ist also keine Übertreibung, wenn wir von einer Revolution des TI-Zugangs sprechen“, resümiert Naujokat.

Für den Unmut mancher Praxen, die bereits viel Geld in die Konnektoren gesteckt haben, hat Naujokat Verständnis, doch er sagt auch: „Was jetzt passiert, ist einfach eine technologische Weiterentwicklung.“ Die ersten Geräte, die 2018 aus­gegeben wurden, seien schon 2016/2017 designt worden und nun einfach veraltet. Die Entwicklung hin zum TI-Gateway sieht Naujokat, wie ­Linnemann auch, positiv. Für die Praxen bedeute eine Server-Infrastruktur letztlich auch weniger technische Komplexität.

TI-Lagebild

Für mehr Transparenz rund um den TI-Betrieb sorgt das Mitte Juni 2024 überarbeitete „Lagebild der TI-Anwendungen“. Hier werden die Nutzer über technische Störungen und deren Auswirkungen auf dem Laufenden gehalten. Das Lagebild nutzt das regelmäßige Service Monitoring der ­gematik sowie weitere technische und organisatorische Informationen über den Betriebszustand aller TI-Dienste. Die Nutzer können hier schnell und auf einen Blick den Status von E-Rezept, ePA, KIM oder DEMIS abrufen. Das Lagebild soll ­kontinuierlich weiterentwickelt werden, die ­gematik plant unter anderem zusätzliche Funktionen wie konkrete Handlungsempfehlungen bei Störungen.

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