Gematik und BMG zum bundesweiten Rollout Start der ePA läuft nach Plan

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Seit gut vier Wochen läuft die Pilotphase der ePA. Die Gematik hat erste Ergebnisse zusammengefasst und gibt einen Ausblick auf den bundesweiten Rollout, auch das Bundesgesundheitsministerium äußerte sich dazu.

(© HNFOTO – stock.adobe.com)
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Am 15. Januar startete die Pilotierung der ePA in den Modellregionen Hamburg und Umland, Franken sowie Nordrhein-Westfalen, über 300 Einrichtungen beteiligen sich an der Erprobung. Ziel ist es, das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und Dienste zu testen und notwendige Anpassungen vorzunehmen, bevor die ePA bundesweit ausgerollt wird.

Die Gematik berichtete nun über den Stand und erste Erkenntnisse: Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurden die Institutionskarten (SMC-B-Karten) der teilnehmenden Einrichtungen zunächst über KIM verifiziert und die Einrichtungen dann freigeschaltet. Inzwischen sind 80 Prozent der teilnehmenden Praxen und Apotheken mit der nötigen Technik ausgestattet, einigen fehle noch das Softwaremodul, weil manche Hersteller ihr ePA-Modul Einrichtung für Einrichtung ausrollten.

Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer zeigten, dass die zum Start verfügbaren Features der ePA wie der Dokumenten Up- und Download und die Nutzung der elektronischen Medikationsliste funktionierten.

Schwierigkeiten gibt es mit elektronischen Heilberufsausweisen, die vor 2021 ausgestellt wurden: Daten aus E-Rezepten würden hier nicht in die Medikationsliste der ePA übertragen. Nachdem eine Lösung bereits gefunden wurde, soll das Problem Ende Februar behoben werden. Ein Kompabilitätsproblem zwischen einem Konnektor und einzelnen Primärsystemen bei der Zertifikatsverschlüsselung konnte bereits gelöst werden.

Rollout ab April

Wann aber gibt es nun die ePA wirklich für alle? Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hatte März oder April als Zeitpunkt für den bundesweiten Start genannt. Angelegt sind die Akten bereits: Die Zulassung der beiden Aktensystemhersteller IBM und RISE erfolgte zum 15. Januar, und wie die Gematik nun meldete, haben die Krankenkassen die Aktenanlage für alle gesetzlich Versicherten, die nicht widersprochen haben, zum 10. Februar abgeschlossen.

Laut Gematik ist eine erste Prüfung für den bundesweiten Rollout für Mitte März geplant. Positive Erfahrungen in den Modellregionen vorausgesetzt, sei die bundesweite Einführung der ePA für alle ab April möglich. Die Umsetzung der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen – ein maßgebliches Kriterium für den bundesweiten Rollout – verlaufe wie vorgesehen.

Die Pilotphase der ePA laufe erfolgversprechend, erklärte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums gegenüber unserer Redaktion. Eine erste Zwischenbilanz soll noch in diesem Monat gezogen werden. „Wenn noch technische Anpassungen vorgenommen werden müssen, passiert das im laufenden Verfahren.“ Der bundesweite Rollout erfolge dann „zum Beginn des zweiten Quartals und erst dann, wenn entsprechende Sicherheitsupdates vorgenommen wurden“.

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