Künstliche Intelligenz

Technologie macht Medizin persönlicher

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Hemmende Faktoren bei der Einführung der Technologien

Trotz der eindeutigen Vorteile verläuft die Einführung von Technologien in den Biowissenschaften nur schleppend. In einem Papier des Europäischen Parlaments wurde festgestellt, dass die Durchbrüche in der personalisierten Medizin in der klinischen Standardpraxis weniger stark ausgeprägt sind als erwartet.

Die langsame Übernahme derartiger Lösungen im Gesundheitswesen kann auf verschiedene Gründe zurückgeführt werden. Unternehmen des Gesundheitswesens verfügen oft nur über knappe Ressourcen. Das schränkt sie ein, wertvolle Mittel und Arbeitskräfte für neue Technologien zu verwenden. Sie halten dann vorzugsweise an bewährten und evidenzbasierten Methoden fest, die zudem kosteneffizient sind. Viele Gesundheitssysteme verwenden außerdem weiterhin alte IT-Systeme, die die Integration neuer Technologien erschweren.

Darüber hinaus sind die Mitarbeiter an vorderster Front und die medizinischen Fachkräfte weder geschult noch verfügen sie über das nötige Fachwissen, um personalisierte Pflegeanwendungen in die alltägliche Gesundheitsversorgung zu integrieren. Ohne angemessene Unterstützung und Schulung werden sie sich wahrscheinlich gegen Veränderungen sträuben und von der Nutzung neuer Gesundheitsanwendungen Abstand nehmen.

Große Sprachmodelle können den Papierkram reduzieren, Diagnosen vorschlagen und vieles mehr. In dem Maße, in dem sie sich weiterentwickeln, um unvoreingenommener, genauer und vertrauenswürdiger zu werden, müssen Unternehmen und Forschungseinrichtungen jedoch auch die ethischen Aspekte berücksichtigen, um einen angemessenen Schutz für die Patientendaten zu gewährleisten.

Überwindung von Akzeptanzproblemen

Neue Technologien können heute dazu beitragen, alles miteinander zu verbinden und einen einzigen Kreislauf rund um die Gesundheit des Patienten zu schaffen. Die Möglichkeiten der technologiegestützten personalisierten Medizin können die größten Probleme der Ärzteschaft beseitigen – wie die Personalbindung und die Sicherheit der Patientendaten.

Um die traditionellen Hindernisse für die Akzeptanz zu überwinden, müssen sich forschungsbasierte Gespräche drastisch auf umsetzungsorientierte Ansätze verlagern. Die Einbindung von Medizinern auf allen Ebenen ist entscheidend für ein frühzeitiges Verständnis und entsprechende Akzeptanz. Die Einbeziehung von Patienten und der Öffentlichkeit ist für eine breitere Akzeptanz und Sensibilisierung unabdingbar. Schließlich ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, politischen Entscheidungsträgern, Gesundheitsdienstleistern und Geräteherstellern von entscheidender Bedeutung. Eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten ist der Schlüssel, um ein nahtloses, datengestütztes medizinischen Ökosystem, zu entwickeln, das Kosten optimiert und Innovationen fördert.

Subhro Malik
ist Senior Vice President & Head Life Science bei Infosys

Bildquelle: Infosys

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