Definitionen Was ist Long Covid?

Von Susanne Ehneß |

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Als „Long Covid“ bezeichnet man allgemein die langfristigen gesundheitlichen Folgen einer Corona-Infektion.

Als „Long Covid“ bezeichnet man allgemein die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion
Als „Long Covid“ bezeichnet man allgemein die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion
(© aga7ta - stock.adobe.com)

Eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 und der daraus resultierenden Krankheit Covid-19 kann gesundheitliche Langzeitfolgen nach sich ziehen. Hierzu zählen sowohl körperliche als auch psychische Symptome, die die Betroffenen unterschiedlich stark beeinträchtigen. Auch das zeitliche Auftreten der Symptome ist uneinheitlich, sie können Wochen oder gar Monate nach der Infektion auftreten. Auch Personen mit einem symptomfreien oder milden Verlauf können Long-Covid-Symptome bekommen, nach bisherigen Erkenntnissen steigt jedoch das Risiko mit dem Schweregrad der Erkrankung.

Zu Long Covid wird derzeit intensiv geforscht. Laut Robert-Koch-Institut gebe es Hinweise darauf, dass chronische Entzündungen und Verschlüsse der kleinen Gefäße (Mikrothromben) sowie eine Aktivierung des Epstein-Barr-Virus und Autoimmunprozesse an der Entstehung der Langzeitfolgen beteiligt seien.

Die Ende 2020 veröffentlichte Leitlinienempfehlung des britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) grenzt Long Covid von Post Covid ab. Long-Covid-Symptome treten demnach jenseits der akuten Corona-Krankheitsphase von vier Wochen auf. Das Post-Covid-Syndrom hingegen umfasst Beschwerden, die noch mehr als zwölf Wochen nach der Infektion vorhanden sind. Der Begriff „Post Covid“ ist also enger gefasst. Die im Oktober 2021 veröffentlichte Falldefinition von Post-Covid der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgt dieser Einordnung.

Die häufigsten Beschwerden

Es gibt kein einheitliches Krankheitsbild von Long Covid. Die Symptome sind individuell sehr verschieden und auch in ihrer Dauer nicht einheitlich. Dennoch gibt es einige Beschwerden, die gehäuft auftreten, darunter zählen Fatigue (chronische Müdigkeit), Brain Fog (Konzentrationsprobleme), Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Geschmacks- oder Geruchsverlust, Sprachstörungen, Kurzatmigkeit, Husten und Muskelschwäche.

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