Am 7. November fand eine weitere öffentliche Sitzung des Interop Councils statt. Mitglieder und Experten diskutierten über Themen wie etwa eine Referenzarchitektur, die IOP-Roadmap und weitere Themen. Im Fokus stand jedoch der Evaluationsbericht der Koordinierungsstelle.
Gemeinsam erarbeiten die Mitglieder der Arbeitskreise Lösungen
„Wir müssen auch nicht harmonisch zu Ergebnissen kommen“, so Prof Dr. Sylvia Thun, Vorsitzende des Interop Council, mit Blick auf den vergangenen 8. Deutschen Interoperabilitätstag. Der Rückblick auf die Veranstaltung fand im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Interop Councils statt und bot einen Überblick über das Stimmungsbild auf dem Event. Dieses zeigte einen starken Drang nach vorne beim Thema Interoperabilität – das spiegelte sich auch bei der Sitzung wider.
Beteiligte ziehen an einem Strang
Zuletzt sorgte der Release der neuen Version FHIR R5 für Unruhe in der deutschen Community, wie auch Simone Heckmann, Geschäftsführerin der Gefyra GmbH und Vertreterin der Industrieverbände im Interop Council, erklärte. Als Reaktion darauf wurde ein Roundtable zur R5-Spezifikation durchgeführt auf dem sich zeigte: Die Community ist sich einig – keine der teilnehmenden Organisationen des Roundtables möchte einen Release-Wechsel zu R5 durchführen.
Stattdessen wolle man auf künftige Versionen warten, um ständige Wechsel so gut wie möglich vermeiden und auch der Industrie Sicherheit bieten zu können, erklärte Heckmann. Durch den Verbleib auf der Version R4 könnten alle Organisationen einen gemeinsamen Weg gehen und so Inkompatibilitäten vermeiden. Dennoch sei nicht ausgeschlossen, dass einzelne Features aus R5 genutzt werden, dazu müsse jedoch kein völliger Release-Wechsel stattfinden.
Besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf der Vorstellung des Evaluationsberichts der Koordinierungsstelle. Im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums sollte das Forschungsinstitut inav Ergebnisse zur Bewertung der Koordinierungsstelle liefern. Nach 32 Interviews, einer Umfrage unter 190 Expertinnen und Experten und einer Analyse der Dokumente der Koordinierungsstelle und der Wissensplattform INA, fasst Malte Haring, Geschäftsführer der inav GmbH, zusammen: „Insgesamt fallen die Ergebnisse der Evaluation sehr positiv aus. Die Einrichtung der Koordinierungsstelle war ein wichtiger Schritt hin zur transparenten Etablierung von Interoperabilitätsstandards. Es gibt in der Fachcommunity eine große Bereitschaft, dieses Anliegen gemeinsam weiter voranzutreiben.“
Dabei betont er die große vorherrschende intrinsische Motivation, die bei allen Beteiligten schwerer wiegen würde als die Aufwandsentschädigung. Es bestünde ein gemeinsamer Wille, die Ergebnisse der Arbeitskreise nutzbar zu machen, um auch in der Industrie Anwendung zu finden.
Dennoch gibt es auch bisher noch ungenutztes Potenzial. Haring dazu: „Die Grundlage ist vielversprechend aber es gibt durchaus noch Inhalte die sich perspektivisch mehr ausdifferenzieren müssen.“ Dabei soll die Wissensplattform INA künftig ein wichtiger Baustein sein. Auf dieser wird zukünftig unter anderem transparent dargestellt, welche Software-Anbieter Interoperabilitätsanforderungen nachweislich erfüllen.
Thomas Süptitz, Leiter Referat „Cybersicherheit und Interoperabilität“ im Bundesgesundheitsministerium, dazu: „Wir freuen uns, dass sich die Koordinierungsstelle nach so kurzer Zeit etabliert hat und einen so wichtigen Beitrag leistet. Der Bericht zeigt aber auch klar, dass hier noch mehr Potential besteht. Der Ausbau und die Weiterentwicklung der Rolle der Koordinierungsstelle zum Kompetenzzentrum, wie sie auch das aktuelle Digitalgesetz vorsieht, ist daher folgerichtig und unerlässlich. Das zukünftige Kompetenzzentrum wird noch stärker als bisher die Umsetzung der Interoperabilität im Gesundheitswesen aktiv gestalten.“
Von Seiten der Koordinierungsstelle selbst heißt es, man sehe den Evaluationsbericht als Nachschlagewerk, um künftig prüfen zu können, ob man sich mit der Entwicklung auf dem richtigen Kurs befinde. Zwar habe man noch nicht „die 42 gelöst“ und die Verbesserung sei ein kontinuierlicher Prozess, jedoch erklärt Stefan Höcherl, Leiter der Koordinierungsstelle der gematik, dazu: „Wir sind dabei, erste Optimierungen umzusetzen. Ganz konkret arbeiten wir aktuell an mehr Transparenz und Nutzerfreundlichkeit auf unserer Wissensplattform INA beim Thema Melden von IOP-Problemen.“
Stand: 08.12.2025
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