Vernetzte Gesundheit

Intelligente Gesundheitsentscheidungen treffen dank Edge-Konnektivität

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Edge-Geräte tragen auch zu mehr Nachhaltigkeit bei, denn sie können so konstruiert werden, dass sie wenig Strom verbrauchen und gleichzeitig ihre Lebensdauer verlängert wird, da Batterien seltener getauscht werden müssen. Energieverbrauch und Lebensdauer lassen sich zusätzlich mit Hilfe stromsparender Konnektivitätslösungen optimieren, darunter Bluetooth Smart/Bluetooth Low Energy SoCs und die NXP NTAG- und ICODE-Familien vernetzter NFC-Tags. Sie bieten Tap-and-Go-Konnektivität und können dank ihrer Energy-Harvesting-Funktionen problemlos ohne externe Stromquelle mit der Cloud verbunden werden.

Auf dem Weg zu einer gesünderen Gesellschaft

Wir stehen erst am Anfang der Möglichkeiten der Edge-Verarbeitung im Bereich medizinischer Geräte. Sie werden den Alltag für Patienten vereinfachen und verbessern. So können z. B. Waagen mehr als nur wiegen, sie können unsere gesamte Körperzusammensetzung, das Verhältnis von Wasser und Muskelmasse, bewerten und wichtige Trends im Lauf der Zeit erkennen. Dadurch können sie uns helfen, unseren Lebenswandel anzupassen und informierte Entscheidungen für ein gesünderes und längeres Leben zu treffen. Intelligente Inhalatoren können Benachrichtigungen an unsere Telefone senden, um uns daran zu erinnern, dass wir unsere Medikamente noch nicht eingenommen haben. Intelligente Blister oder Medikamentenverpackungen mit Sensoren an jeder einzelnen Tablette können uns sogar über einen NFC-Tag, der eine Erinnerung an ein Smartphone sendet, darauf aufmerksam machen, ob ein Dritter – beispielsweise ein geliebter Mensch, der sich an einem anderen Ort befindet – seine Einnahmevorschriften einhält. In Hautpflaster eingebettete NFC- Tags können die Temperatur messen und bereits beginnendes Fieber feststellen, was ein Indikator für Krankheiten wie Grippe oder Covid-19 sein könnte, und ein Smartphone kann diese Informationen, sofern erwünscht, an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Vom Wearable wie einer Uhr oder einem Ring, bis hin zum intelligenten Pflaster: Geräte und andere Hilfsmittel zur Überwachung werden immer kompakter und erhalten zugleich mehr Funktionen. Vor allem, da sich Hersteller von Medizinprodukten zunehmend Gedanken über das Design und die Komponenten der lokalen Umgebung machen, werden wir eine weitere Miniaturisierung von integrierten Edge-Processing Geräten erleben. So werden Monitore zur Überwachung von Zuständen (wie beispielsweise Herzmonitore) immer kleiner und ihre Implementierung dadurch einfacher, weniger invasiv und häufiger.

So erhalten mehr Patienten als je zuvor die Chance einer kontinuierlichen Datenerfassung, auf deren Basis Veränderungen sofort erkannt und an Fachleute übermittelt werden können. Das ermöglicht eine schnellere Diagnose, eine fundiertere Entscheidungsfindung und eine bessere Prävention. Gleichzeitig sinken sowohl die Belastung von Patienten durch invasivere Eingriffe als auch die Kosten und der Aufwand für diese oft lebensrettenden Maßnahmen.

Vorteile vernetzter Gesundheit erleichtern auch Unabhängigkeit im Alter

Die Vorteile der vernetzten Gesundheit können sich auf jede Generation einer Familie erstrecken, und die intelligente Gesundheitstechnologie macht das Konzept des „Alterns an Ort und Stelle“ realistischer. Laut einer Ipsos-Umfrage möchten gut 70 Prozent der heute 50- bis 64-Jährigen in ihrer jetzigen Wohnung bleiben – und zwar auch dann, wenn sie dort allein leben müssen oder pflegebedürftig werden sollten. Geräte, die den Gesundheitszustand älterer Menschen genau verfolgen können, hoch automatisiert, einfach zu bedienen und für eine Fernüberwachung geeignet sind, unterstützen die Unabhängigkeit älterer Menschen in ihrem eigenen Zuhause.

Es besteht kein Zweifel daran, dass neue Technologien es einfacher machen werden, gesundheitsbewusst zu leben. Patienten und Anbieter werden diese Technologien eher annehmen, wenn sie wissen, dass die Geräte so konzipiert sind, dass sie ihre Privatsphäre schützen. Die Ausstattung medizinischer IoT-Geräte mit Edge-Processing als Ergänzung zum Cloud-Computing gibt uns allen die Möglichkeit, die Kontrolle über unsere Gesundheitsdaten zu übernehmen und eine gesündere Gesellschaft zu schaffen.

Der Autor

Robert Thompson ist Director Edge Processing Ecosystems bei NXP Semiconductors

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation Devicemed.

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